Bahnhofsumbau in Ostende In farbiges Licht getaucht
14.07.2021
Bild: David Boureau
Der historische Bahnhof Ostende ist über einhundert Jahre alt und aufgrund seiner Lage direkt am Meer ein besonderer Verkehrsknoten: Hier steigen täglich mehrere Tausend Passagiere zwischen Zügen, Straßenbahnen, Bussen, Fähren und Kreuzfahrtschiffen um. Aufgrund der vielen verschiedenen Beförderungsmittel hatte sich ein unübersichtliches Gefüge aus über Jahrzehnte gewachsenen Infrastrukturbauten gebildet, das die stetig wachsende Zahl an Umsteigenden bald nicht mehr komfortabel versorgen konnte. Den Wettbewerb zur Renovierung des denkmalgeschützten Bestands und der umfassenden Umstrukturierung sämtlicher Bereiche des Bahnhofs konnte das Architekturbüro Dietmar Feichtinger Architectes (DFA) für sich entscheiden. Nach seinen Plänen wurde ein alles überspannendes, Bahnhofsvordach errichtet, dessen transluzente Deckung aus Polycarbonatpaneelen das Bahnhofsareal in farbiges Licht taucht.
Abriss und Neuordnung mit Blickbeziehungen
Eines der
übergeordneten Ziele des Umbaus war, freie Flächen zu erzeugen, um
Blickbeziehungen zwischen den Bahnsteigen und dem historischen
Bahnhofsgebäude sowie der Umgebung zu ermöglichen. So wurde etwa
die alte Straßenbahnhaltestelle abgerissen und näher an den Bahnhof
verlegt. Auch den Abriss des Straßenbahndepots veranlassten DFA;
der Neubau besetzt ein ehemaliges Hafengebiet. Diverse Bauten am
Ufer wurden entfernt, um Platz zu schaffen für einen
Fußgängerübergang.