Auftreten von Tauwasser und Einsatz von Dampfbremsen
07.08.2026
Bild: Stefan Ibold, Bad Oeynhausen
Wie eine Dampfbremse den Feuchteeintrag in eine Konstruktion begrenzen kann, zeigt ein Blick auf den Zusammenhang von Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Grundlage für die hier erklärten Beispiele sind die Randbedingungen der DIN 4108-2: Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden – Mindestanforderungen an den Wärmeschutz.
Nachweis Mindestwärmeschutz bei Wohnräumen
Für den Nachweis des Mindestwärmeschutzes und zur Begrenzung des
Schimmelrisikos werden bei Wohnräumen normativ 20 °C
Innenlufttemperatur, 50 Prozent relative Raumluftfeuchte und −5 °C
Außentemperatur angesetzt. Der Taupunkt liegt in diesem Fall rechnerisch
bei 9,3 °C.
Die Oberflächentemperatur ist so auszulegen, dass die relative
Luftfeuchte an der Oberfläche in der Regel 80 Prozent nicht
überschreitet. Die raumseitige Oberflächentemperatur muss unter
diesen Bedingungen an der ungünstigsten Stelle mindestens 12,6 °C
erreichen.