Aufstockung eines Wohnhauses in Zürich Holzkonstruktion mit Fassade aus recyceltem Stahl
12.03.2026
Bild: Gerry Amstutz, Zürich
In vielen Großstädten wächst die Bevölkerung schneller als das Angebot an Wohnungen. Aufstockungen bieten sich an, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen am Stadtrand zu bebauen. Die vorhandene Infrastruktur wie Straßen, öffentliche Verkehrsmittel oder Schulen lassen sich so effizienter nutzen. Ein Beispiel findet sich im westlichen innerstädtischen Zürich an der Gamperstraße. Das ortsansässige Büro Baukombinat plante dort die Aufstockung eines viergeschossigen Hauses um zwei Wohnungen. Die Architekten Moritz Köhler und Leonce Gruber realisierten die Erweiterung in einer leichten Holzkonstruktion, die überwiegend als Holzständerbau ausgeführt ist und teilweise Massivholzdecken umfasst. Die markante Fassade aus recyceltem Baustahl verleiht dem historischen Gebäude von 1894 einen neuen architektonischen Ausdruck.
Großzügige Maisonettes mit flexiblen Grundrissen
Durch die Aufstockung entstanden zwei großzügige Maisonettewohnungen. Auf deren unterer Ebene ist ein Wohnraum mit Essbereich, Küche und Balkon zum südwestlichen Hof gerichtet. Zwei Individualräume und ein Bad orientieren sich zur Gamperstraße. In der oberen Etage ist Platz für zwei Schlafräume, die von zwei Seiten Tageslicht erhalten, ein Duschbad und ein zuschaltbares kleines Zimmer. Ein Luftraum über dem Essbereich schafft vielfältige Sichtbezüge. Die obere Etage verfügt über Freibereiche zum Hof und zur Straße. Eine steile Treppe führt zu einem Austritt ganz oben auf dem Dach. Bei der Materialwahl und Konstruktion entschieden sich die Planenden für langlebige Lösungen, die einfach zu warten und zu reparieren sind.