Archiv der Avantgarden in Dresden Schwebender Betonkubus in barocker Hülle

04.07.2025

Das Archiv der Avantgarden in Dresden beherbergt seit 2023 eine vormals private Kunst- und Designsammlung. Den Umbau des barocken Bestands übernahmen Nieto Sobejano Arquitectos.
Bild: Roland Halbe

Der deutsch-italienische Kunstsammler und Verleger Egidio Marzona schenkte dem Freistaat Sachsen 2016 ein umfangreiches Archiv mit rund 1,5 Millionen Objekten aus der Zeit der Avantgarde. Dazu gehören neben Kunst, Designgegenständen, Zeichnungen, Plänen und Möbeln auch Schriftstücke, Fotografien, Schallplatten oder Filme, die dem Futurismus, Dadaismus, Konstruktivismus und dem Surrealismus zugerechnet werden. Seit 2023 hat die Sammlung mit dem von Nieto Sobejano Arcquitectos entworfenen Archiv der Avantgarden eine neue Heimat gefunden.

2018 lobte der Freistaat einen Architekturwettbewerb aus und legte das historische Blockhaus, das sich am Fuß der Augustusbrücke gleich gegenüber der berühmten Dresdner Altstadt befindet, als neue Heimat für das Archiv fest. Das ab 1732 nach Plänen von Zacharias Longuelune errichtete Gebäude hatte da bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb lediglich eine ausgebrannte Ruine des Barockbaus übrig, die erst ab Ende der 1970er Jahre getreu der ursprünglichen Form wieder aufgebaut wurde. 2013 nahm das Bauwerk wiederum erheblichen Schaden durch das Elbhochwasser. Die jüngste Sanierung, die im Herbst 2023 abgeschlossen war, bescherte dem Bauwerk nun einen spektakulären Umbau im Inneren. 

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