Alsterschwimmhalle in Hamburg Umbau unter der Betonschale
10.01.2024
Bild: Marcus Bredt
Sie heißen Schwangere Auster, Kathedrale der Wellen, Ahornblatt, Seerose oder Teepott. In Ost wie West haben sich einige Betonschalenexperimente der Nachkriegsjahrzehnte in die Köpfe der Menschen eingeschrieben. Ein besonders imposantes Beispiel steht in Hamburg: die Schwimmoper genannte Alsterschwimmhalle. Über drei Jahre hinweg wurde sie unter Leitung der Büros Gerkan, Marg und Partner (GMP) und Schlaich Bergermann Partner (SBP) saniert, umgebaut und erweitert. Seit Ende 2023 steht sie wieder Badegästen offen.
Dreifüßiger Schmetterling
Ebenso faszinierend wie das rund 7.500 Tonnen schwere und 4.500 Quadratmeter überspannende Schmetterlingsdach selbst, ist der Gedanke, dass die Statiker das Tragwerk in den 1960er-Jahren mithilfe von Versuchsmodellen per Hand berechneten. Den Entwurf erarbeiteten die Architekten Horst Niessen und Rolf Störmer, die im Wettbewerb noch ganz ohne Schalendach vorne lagen, zusammen mit dem Ingenieurbüro Leonhardt, Andrä und Partner. Hier war der noch junge Ingenieur und spätere SBP-Partner Jörg Schlaich federführend an der Ausarbeitung des Tragwerks beteiligt.