Am doppelten Zeichentisch Zum Tod von Esther und Rudolf Guyer

30.04.2026

Esther und Rudolf Guyer mit einem Modell für die Kaserne Bremgarten, um 1965
Esther und Rudolf Guyer mit einem Modell für die Kaserne Bremgarten, um 1965
Bild: gta Archiv / ETH Zürich, Nachlass Esther und Rudolf Guyer

Von Martin Tschanz

Ursprünglich wollte der am 1929 geborene Rudolf Guyer Maler werden. Dass er während des Architekturstudiums an der ETH Zürich die zwei Jahre jüngere Kommilitonin Esther Andres kennenlernte, dürfte die Entscheidung erleichtert haben, sich der Architektur zuzuwenden. Nach kurzer Berufszeit in Zürich eröffnete sich die Möglichkeit, an der Ohio State University zu unterrichten. Die Heirat sei Voraussetzung für die gemeinsame Einreise in die USA gewesen, berichteten die beiden später schmunzelnd. 

1959 kamen sie als junge Familie zurück nach Europa, um ein Reisestipendium wahrzunehmen. Aus dem kurzen Trip wurde eine dauerhafte Rückkehr, obwohl eine Stelle an der Yale University in Aussicht stand. Denn gemeinsam mit dem Studienfreund Manuel Pauli hatten die Guyers den Wettbewerb für die Kaserne Bremgarten gewonnen. Es folgten die Gründung des Architekturbüros Rudolf und Esther Guyer – und rasch eine Reihe weiterer Wettbewerbserfolge. 

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