Gebäude wie Hochleistungsgeräte Zum 85. Geburtstag von Thomas Herzog

03.08.2026

Wohnhaus in Regensburg, 1979
Wohnhaus in Regensburg, 1979
Bild: Richard Schenkirz

[[vollformatbild:27]]Wenn heute landauf, landab über die Bauwende gesprochen wird, die Rezyklierbarkeit von Baumaterialien, nachwachsende Baustoffe, die Minimierung des Energiebedarfs oder den Einsatz erneuerbarer Energien, dann könnte man sich gut vorstellen, wie da in München ein seit heute 85-Jähriger in seinem Schaukelstuhl sitzt, leise lächelt und denkt: „Ich hab’s euch doch gesagt.“ Nur neigt Thomas Herzog nicht zur Besserwisserei – und dass er einen Schaukelstuhl besitzt, ist unwahrscheinlich. Wenn, dann wäre es vermutlich ein solarbetriebener, von ihm selbst entwickelt und gebaut.  

Herzog ist Architekt. Ihn jedoch „nur“ als Architekten zu bezeichnen, wirkt unvollständig. Herzog ist immer auch Forscher gewesen, Wissenschaftler, Erfinder, Ingenieur und Tüftler. Ein Daniel Düsentrieb in der deutschen Architekturlandschaft, ein Neuerer in enger Geistesverwandtschaft mit den südwestdeutschen Kollegen wie Frei Otto, Otto Steidle und Günther Behnisch. 

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