Wohnen mit Gred Wolfgang Rossbauer in Siegenburg

29.08.2025

Wolfgang Rossbauer in Siegenburg

Bild: Sebastian Schels

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung kritisiert der Architekt Wolfgang Rossbauer die „gesichtslosen Neubaugebiete“, die seit Jahrzehnten auch an den Ortsrändern Bayerns entstehen  – „gepflastert, sauber, gut ausgeleuchtet. Chromstahl. Glattputz.“ In seiner Heimat Hallertau wagt der Architekt mit seinem Büro einen Gegenentwurf: ein Wohnhaus in Siegenburg, das traditionelle Bautypen adaptiert, Materialien sparsam einsetzt und die Pro-Kopf-Wohnfläche reduziert.

Auf einem familieneigenen Grundstück des Architekten ist das Projekt Teil einer dreiseitigen Hofanlage, wie sie im 19. Jahrhundert in der Gegend entstanden. Anstelle eines Wohnhauses, das stark verfallen bereits 2012 abgerissen wurde, stellten die Architekt*innen im vergangenen Jahr ein Mehrfamilienhaus mit 330 Quadratmetern fertig. Fünf Wohneinheiten für insgesamt zehn Bewohner*innen kommen darin unter. Mit nur etwa 30 Quadratmetern Wohnfläche pro Person folgt daraus ein bemerkenswert geringer Flächenverbrauch – insbesondere im Kontext des ländlichen Raums.

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