Von der Refektoriumsruine zum Institutsgebäude Wiederaufbau von leb idris architektur in Graz
30.04.2026
Bild: Karin Lernbeiß I Lupi Spuma
Das Sommerrefektorium der Jesuiten am Grazer Rosenhain entstand im 17. Jahrhundert als Rückzugs- und Erholungsort des Ordens. Nach jahrzehntelangem Verfall, bedingt durch Witterungseinflüsse und einen Brand, war von dem barocken Bau zuletzt lediglich eine ruinöse Hülle ohne Dach übrig. Im Zuge eines von leb idris architektur (Graz) geplanten Sanierungs- und Umbauprojekts wurde die historische Substanz in das Institut für Bewegungswissenschaften transformiert und in das „Sport-Cluster Rosenhain“ der Universität Graz integriert.
Den Ausgangspunkt der Maßnahme bildete die Wiederherstellung der ursprünglichen Kubatur. Die äußere Erscheinung des Gebäudes wird durch eine reduzierte Material- und Farbpalette bestimmt. Neu errichtete Giebelwände und Arkaden wurden in Isolationsbeton ausgeführt und die Bestandsmauern gereinigt, stabilisiert und ergänzt. Ein internes Tragskelett übernimmt die Lasten aus Umbau und Aufstockung und ermöglicht es, statisch erforderliche Verstärkungen im äußeren Erscheinungsbild zu verbergen. Zement und Schlemme schützen das instand gesetzte Mauerwerk und führen mit der metallischen Dachdeckung zu einem homogenen Gesamtbild.