Ergebnis trotz Projektstopp Wettbewerb für Luisenblock Ost II in Berlin entschieden

19.06.2026

1. Preis: Studio Wessendorf mit Franz Reschke Landschaftsarchitektur (beide Berlin); Visualisierung
1. Preis: Studio Wessendorf mit Franz Reschke Landschaftsarchitektur (beide Berlin); Visualisierung
Bild: Studio Wessendorf mit Franz Reschke Landschaftsarchitektur

[[vollformatbild:4]]Zwischen Bahnhof Friedrichstraße und dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus liegt der Luisenblock. Als Teil des sogenannten Band des Bundes soll dieses Entwicklungsgebiet – bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch zu großen Teilen eine Brache – das Berliner Regierungsviertel vervollständigen. Ende 2021 konnte hier zumindest auf dem Areal Luisenblock West der von Sauerbruch Hutton entworfene Holzmodulbau bezogen werden. Auch im östlichen Teil tut sich bald etwas. Für den Bau von Büros des Deutschen Bundestags im Luisenblock Ost I (LBO I) nach Plänen von Atelier Kempe Thill und Thörner Kaczmarek laufen derzeit die Genehmigungs- und Ausführungsplanungen.

Gemischtes Quartier für den LBO II

  • 1. Preis: Studio Wessendorf mit Franz Reschke Landschaftsarchitektur (beide Berlin)
  • 2. Preis: SERO Architekten (Leipzig) mit SC34 schaefers concept Landschaftsarchitektur (Kassel) und Kollektiv B Architekten (Leipzig)
  • 3. Preis: MESS Stadtplaner Amann Groß (Kaiserslautern) mit GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur (Heidelberg)
  • Anerkennung: bK I bueroKleinekort (Düsseldorf) mit Lichtelandschaften (Burmester Treibert Landschaftsarchitektin und Stadtplaner) (Frankfurt a.M.) und Sattler Architektur (Wiesbaden)
  • Anerkennung: BLK2 Architekten (Hamburg) mit Bruun Möllers (Hamburg)
  • Anerkennung: Machleidt mit A24 Landschaft landschaftsarchitektur und Winkelmüller Architekten (alle Berlin)
  • Anerkennung: Ortner Ortner Baukunst (Berlin) mit Studio grüngrau (Düsseldorf)
  • Anerkennung: Palais Mai (München) mit grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner (Freising)
  • Anerkennung: Yellow Z Abel Bormann Koch Architekten und Stadtplaner (Berlin) mit bf Bauforum Berlin (Hannover) und Kronaus Mitterer Architekten (Wien/Berlin)

Der Siegerentwurf schlägt eine Bebauung mit drei ähnlichen Baukörpern vor. Sie fassen einen Platz ein, der die Uferpromenade räumlich erweitert. „Wir haben ein ziemlich einfaches Ergebnis gefunden, was diese städtebauliche Situation sehr stark aufwertet, neu interpretiert und jetzt die Grundlage für die weitere Bearbeitung ist“, äußerte sich Neppl zum Entwurf.

[[bildstrecke:2,3,6|mittig]]Projekt soll weiterhin realisiert werden

Die ursprünglich vorgesehene Nutzung durch den Deutschen Bundestag entfällt zwar, doch als Haupteigentümer des Areals wird der Bund auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen. An den Plänen für ein neues Quartier halten die Beteiligten grundsätzlich fest. Das Land Berlin wolle sich mit den zuständigen Bundesstellen darüber verständigen, wie „das gemeinsame Ziel einer zügigen städtebaulichen Entwicklung des Luisenblock Ost II zu einem städtischen Quartier trotzdem realisiert werden kann“, heißt es in einer Mitteilung des Senats.

Kritik am Verfahren

Ob die Sparmaßnahmen des Bundes einen rechtmäßigen Grund darstellen, das Verfahren nicht fortzuführen, soll geprüft werden. Die Bundesarchitektenkammer kritisierte den Rückzug des Bundes und fordert Klarheit über das weitere Vorgehen. Der Vorsitzende der Bau- und Raumkommission Omid Nouripour (Grüne) äußerte sich folgendermaßen zur Entscheidung des Bundes: „Die Anregung zu diesem Schritt kam aus den Fraktionen, um das Signal zu senden: Wir wollen sparen, wo wir können.“ Der Bundestag wolle sich auf das konzentrieren, was am dringendsten sei, nämlich die Sicherheit und überfällige Sanierung der bestehenden Gebäude.

Alle Beiträge des Wettbewerbs werden ab Dienstag, 14., bis Freitag, 24. Juli 2026 im Ernst-Reuter-Haus (Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin) ausgestellt.
Artikel auf BauNetz Meldungen lesen