Buchtipp: Münchner Modernisten Von Gagern, Ludwig, von der Mühlen. Bauten von 1958 bis 1998

07.01.2026

Wohnhochhäuser Orpheus & Eurydike in der Ungererstraße in Schwabing, 1970–73
Wohnhochhäuser Orpheus & Eurydike in der Ungererstraße in Schwabing, 1970–73
Bild: The Pk. Odessa Co, Markus Lanz und Sebastian Schels

Die beiden Wohnhochhäuser Orpheus & Eurydike in der Schwabinger Ungererstraße dürfen als das beste brutalistische Projekt Münchens gelten. Und das liegt eindeutig nicht daran, dass die Konkurrenz in der bayerischen Landeshauptstadt eher schwach auf der Brust ist. Zugleich markieren die beiden 1973 fertiggestellten, bewegten Baukörper mit ihren offensichtlich hochwertigen Wohnungen einen wichtigen Wende- und zugleich Höhepunkt im verantwortlichen Büro von Gagern, Ludwig, von der Mühlen. Logisch also, dass das Haus auch auf dem Cover der im letzten Jahr erschienenen Monografie zu finden ist.

Das von Benjamin Eder und Stefan Imhof herausgegebene Buch mit dem maximal sachlichen Titel von Gagern, Ludwig, von der Mühlen. Bauten von 1958 bis 1998 macht die Architektur des Büros mit dem wunderbar kryptischen Kürzel vGLvdM erstmals kompakt greifbar. Knapp zwei Jahrzehnte arbeiteten Jürgen von Gagern (1930–2019), Peter Ludwig (1927–2017) und Udo von der Mühlen (1928–2016), die sich beim Studium kennengelernt hatten, zusammen. 1975 löste sich die Partnerschaft auf, das Buch stellt aber auch Projekte vor, die die drei später in unterschiedlichen Konstellationen realisierten, wobei vor allem von Gagern weiter große Bauten umsetzte.

Artikel auf BauNetz Meldungen lesen