Buchtipp: Berliner Stadtmodelle Von der Reform des Mietshauses bis zur IBA 87
17.06.2026
Bild: Maximilian Meisse
Architektonische Kontinuitäten aufzeigen, das ist publizistische Sache von Moritz Henkel, Anna Jessen und Ingemar Vollenweider. So legten sie schon bei ihrem Atlas Ruhrgebiet den Fokus auf die moderate Reform statt auf harte Brüche. Und so kann man auch den Folgeband Berliner Stadtmodelle. Von der Reform des Mietshauses bis zur IBA´87 lesen. Wieder haben die drei an der TU Dortmund lehrenden Architekt*innen dafür einen gezielt zusammengestellten Katalog an exemplarischen Gebäuden verschiedener Perioden vorgelegt – dieses Mal 15 Wohnensembles der jüngeren Berliner Stadtbaugeschichte.
Den Herausgeber*innen geht es um Vergleichbarkeit. Mit ihrer, wie sie es selbst ausdrücken, nüchternen Herangehensweise wollen sie einen ideologiefreien Blick auf Modelle städtischen Wohnens werfen – ausgerechnet im Berlin des 20. Jahrhunderts, möchte man sagen. Gelingen soll das mittels analytischer Zeichnungen, die mit Studierenden entstanden, Fotografien von Maximilian Meisse und einordnenden Essays mehrerer Autor*innen. Zudem sind jedem Fallbeispiel Kennwerte beigefügt – Flächen, GFZ, GRZ, AV-Verhältnis, Flächeneffizienz et cetera.