Futuro-Nostalgie unter der Peripherie Vier Metro-Stationen von Atelier Zündel Cristea bei Paris

17.02.2022

Umsteigehalle Metrostation „Mairie Saint-Ouen”
Umsteigehalle Metrostation „Mairie Saint-Ouen”
Bild: Sergio Grazia

Die Großstadt Paris spielt sich eigentlich an ihren Rändern ab. Im Zentrum selbst leben seit vielen Jahren nur gut 2,2 Millionen Einwohner*innen, um den einschnürenden Boulevard Périphérique herum aber steigt die Zahl stetig. Allein in den direkt anliegenden sieben Departements leben derzeit 5.400.000 Personen. Da war es doch verwunderlich zentrumsorientiert, als in den späten 1990er Jahren seit Jahrzehnten wieder eine neue Metrolinie nach höchsten technischen Standards in das Pariser Liniennetz eingeführt wurde, sie aber erst einmal nur von Süd nach Nord das Zentrum durchquerte und vorm Périphérique Halt machte.

Neuerdings reicht diese Linie 14 im Norden jedoch darüber hinaus bis in die Kommune Saint-Ouen-sur-Seine hinein. Die Architektur der vier neuen Metro-Stationen verantworteten Atelier Zündel Cristea (Paris) und Architram (Renens, Schweiz). Der High-Tech-Anspruch der vollautomatisierten, führerlosen Linie 14 und die ästhetische Tradition der seit 1900 operierenden, klassischen Pariser Metro finden in diesen vier, irgendwie futuro-nostalgischen Stationen  Ausdruck.

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