Modulares Ärztehaus TRU Architekten in der Niederlausitz
16.07.2025
Bild: ULRICH SCHWARZ, BERLIN
Auf dem Land fehlen Ärzt*innen – das gilt selbst in vergleichsweise metropolennahen Gegenden wie dem brandenburgischen Oder-Spree-Kreis. Um Neuansiedlungen zu unterstützen, gehen die Verantwortlichen dort ungewöhnliche Wege. Sie haben das Berliner Büro TRU Architekten mit der Entwicklung eines modularen Ärztehauskonzepts beauftragt. Ein erster Bau wurde nun in Friedland am nördlichen Rand der Niederlausitz, unweit der Kreisstadt Beeskow, fertiggestellt. Weitere Standorte sollen folgen.
Das grundlegende Konzept sieht fünf verschiedene Raumtypen vor, die innerhalb eines gleichbleibenden Gebäudequerschnitts beliebig kombiniert und hintereinandergeschaltet werden können. Eine Mittelgangerschließung, der lichte Querschnitt der Hüllkonstruktion sowie ihr Aufbau ist dabei vorgegeben. Die leicht asymmetrische Anordnung des Korridors ergibt unterschiedliche Zimmergrößen. Die Raumtypen umfassen Labor oder Personal, Rezeption oder Büro, Toiletten, Behandlung und Warteraum. Letzterer dient auch als Eingang. Mehrere der daraus resultierenden Gebäude können zu einem größeren Ärztezentrum mit bis zu vier Praxen verbunden werden.