Neu geordnetes Areal in Hebertshausen St. Georg Kirche von Heim Kuntscher

29.03.2021

Die Neugestaltung des Areals „Georgskirche Hebertshausen“ besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen.
Die Neugestaltung des Areals „Georgskirche Hebertshausen“ besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen.
Bild: Florian Holzherr

Allerorten werden Kirchenbauten umgebaut oder neuen Nutzungen angepasst. Im Falle der denkmalgeschützten Kirche St. Georg im oberbayerischen Hebertshausen geschah dies auf sehr umfangreiche Art und Weise. Denn die Veränderungen in der vier Kilometer von Dachau entfernten Gemeinde bezogen sich nicht nur auf die Sanierung der 900 Jahre alten Kirche und die Neugestaltung von Altar und Fenstern, wie es Heim Kuntscher Architekten und Stadtplaner (München) anderswo bereits mehrfach gezeigt haben. Sie umfassten auch die Sicherung einer Hangkante samt Friedhofsmauer, die landschaftsplanerische Neuordnung des Umfelds und die Neueinrichtung einer Aussegnungshalle. Das Projekt „Georgskirche Hebertshausen“ dauerte ganze zehn Jahre und nun, da alles fertig ist, darf man sagen, dass der Förderverein, die Kirchengemeinde und die politischen Verantwortlichen gut zusammengearbeitet haben.

1293 erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Kirche St. Georg als spätromanischer Saalbau mehrmals umgebaut. Seit den 1960er Jahren, nachdem eine neue, größere Pfarrkirche errichtet wurde, dient sie als Friedhofskirche. Zuletzt wies sie zahlreiche Bauschäden auf. Außerdem hatte die politische Gemeinde Hebertshausen aus Platzgründen außerhalb des Orts eine Friedhofserweiterung geschaffen, jedoch ohne Aussegnungshalle. So war klar, dass die beiden Kirchen und die beiden Friedhöfe im Kontext der ganzen Gemeinde betrachtet werden mussten. Der Wunsch nach einem neutralen Raum für Trauerfeiern führte schließlich dazu, die Gesamtsituation neu zu ordnen. Heim Kuntscher schlugen vor, die fehlende Aussegnungshalle am alten Friedhof zu errichten und damit den historischen Standort zu stärken.

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