Wenig Lärm, viel Licht Schulsanierung in Zürich von Bischof Föhn Architektur
14.09.2026
Bild: Roger Frei
Sanierungsprojekte bringen meist mehrere Bearbeitungsebenen mit sich: Es geht nicht nur um eine Aktualisierung des Bestands, sondern auch darum, auf die Veränderungen des Kontexts zu reagieren. Besonders deutlich wird das bei der 2024 fertiggestellten Sanierung des Schulhauses Nordstrasse in Zürich. Das ortsansässige Büro Bischof Föhn Architektur hat die denkmalgeschützte Primarschule im Quartier Wipkingen umfassend instandgesetzt und dabei ein Lärmproblem entschärft, das den Schulbetrieb seit Jahrzehnten begleitet.
Das 1892 nach Entwürfen von Hermann Müller errichtete Schulhaus ist ein spätklassizistischer Repräsentationsbau und steht als Solitär an einer Straßenkreuzung. Es folgt dem Typus des „Normalschulhauses“, der sich ab etwa 1835 verbreitete. Große Fensterflächen prägen diese Bauten und sorgen für helle Klassenzimmer. Im Falle der Primarschule gerieten sie jedoch zunehmend in Konflikt mit der veränderten Verkehrssituation. Unmittelbar vor dem Gebäude führt nämlich die Rosengartenstrasse vorbei, die heute zu den meistbefahrenen Straßen der Stadt zählt. Bereits in den 1970er Jahren reagierte man auf diesen Umstand mit der Nachrüstung von Kastenfenstern. Eine 2001 entlang der südlichen Grundstücksgrenze errichtete Umfassungswand schirmt den Pausenhof vom Straßenlärm ab und dient zugleich als Pausenhalle.