Balkon von Genf Sanierung und Umbau einer Bergstation von Devaux & Devaux

26.03.2026

Sanierung und Umbau einer Bergstation von Devaux & Devaux

Bild: Manuel Bougot

Vor fast 100 Jahren, 1932 wurden die ersten Gäste mit der Seilbahn auf den Genfer Hausberg Mont Salève auf knapp 1.100 Meter Höhe transportiert. Die Anlage gilt als Meisterwerk der Architektur- und Ingenieurbaukunst und wurde seinerzeit vom Schweizer Architekten Maurice Braillard gemeinsam mit dem Ingenieur André Rebuffel entworfen. Mit dem Aufkommen des Individualverkehrs verlor die Seilbahn jedoch an Bedeutung, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend vernachlässigt und Mitte der 1970er Jahre stillgelegt. 1984 nahm man den Betrieb nach Modernisierungsarbeiten wieder auf – allerdings, ohne die architektonische Qualität des ursprünglichen Entwurfs wiederherzustellen.

Als französisch-schweizerisches Kooperationsprojekt sollte die Bergstation 2018 saniert und um weitere touristische Nutzungen ergänzt werden. Den dazugehörigen Wettbewerb konnte das Pariser Büro Devaux & Devaux Architectes gewinnen. Zentraler Eingriff war, den unzugänglichen Panoramasaal im ersten Obergeschoss zu aktivieren. Er dient nun als Restaurant. Eine 72 Meter lange Verglasung eröffnet weite Ausblicke auf Genf und den Genfersee. An der Ostseite erweiterten die Architekt*innen den Bestand im Untergeschoss um eine großzügige Ausstellungsfläche mit sich anschließendem Souvenirladen und Café. An der Westseite verbindet ein neuer Treppenturm die verschiedenen Ebenen. Dessen Fassade bespielt eine 20 Meter hohe Kletterwand. 

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