Buchtipp: Dirty Realism Looking Through Le Corbusier Windows

17.03.2020

So schön hatte es der Meister: Blick aus Le Corbusiers Apartment in der Rue Nungesser-Coli (1931–34) im Westen von Paris
So schön hatte es der Meister: Blick aus Le Corbusiers Apartment in der Rue Nungesser-Coli (1931–34) im Westen von Paris
Bild: Takashi Homma

Das Fenster ist ein Fetisch der Moderne. Schluss mit den kleinen Öffnungen in den Wänden, hieß es damals. Bandfenster müssen her! Sie bringen Licht in die Räume, schaffen Verbindungen zum grünen Außenraum und machen deutlich: Hier trägt nicht mehr die Wand, hier arbeitet der Architekt mit den konstruktiven Möglichkeiten der Gegenwart.

Bereits 1923 war das Langfenster einer der Fünf Punkte zu einer neuen Architektur, die Le Corbusier proklamierte und dann 1928 an der Villa Savoye mustergültig durchexerzierte. Doch während sich Moderne und Traditionalisten bis heute über Fensterformate streiten, ging der Jahrhundertarchitekt Le Corbusier bald einen Schritt weiter. Er begann, mit den unterschiedlichsten Formaten, Materialien, Größen und Platzierungen zu experimentieren, um aufregende räumliche Erlebnisse zu schaffen. Das weiß nicht nur jeder halbwegs gut informiert Architekt, das zeigt nun auch der japanische Fotograf Takashi Homma in einer konzeptionell und fotografisch sehr überzeugenden Publikation.

Artikel auf BauNetz Meldungen lesen