Filmtipp: Backrooms Handgemachter Horror-Hype

18.06.2026

Handgemachter Horror-Hype

Bild: Courtesy of A24

Das Bauen von Gedankenräumen ist eine bewährte Technik, um im Rahmen von Therapien und Coachings mentale Klarheit zu schaffen. Durch die Gestaltung innerer Räume können Erinnerungen und Emotionen geordnet und bewusster erfahrbar gemacht werden. Architekt*innen braucht es dafür eigentlich nicht. In Backrooms ist der Protagonist jedoch ein (verkappter) Architekt. Und seine Psyche ist ziemlich angeknackst. 

Alkoholismus, Scheidung, Verlust des Hauses – all das versucht Clark (Chiwetel Ejiofor) mithilfe der Psychologin Mary (Renate Reinsve) zu verarbeiten, während er sein Leben in den Hallen des stagnierenden Möbeldiscounters Cap’n Clark’s Ottomane Empire verbringt. Als Geschäftsführer und Werbemaskottchen in Personalunion tagsüber, nachts auf einem Musterbett. Dort sieht er fern, skizziert gestapelte Kisten à la SANAA (geradezu visionär, da der Film ästhetisch ansonsten ganz in den 1990er Jahren angesiedelt ist) – und entdeckt hinter einer Wand den Zugang zu einem Ort, der die Räumlichkeiten des Möbelhauses ins Unermessliche weiterzuführen scheint. 

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