Zu Alexanders 251. Geburtstag Eröffnung Humboldt Forum auf 2020 verschoben
27.06.2019
Bild: © SHF / Stephan Falk
Wenn es in diesem Land einfach mehr TGA- und Bauingenieure gäbe, dann wäre es vielleicht auch im Humboldt Forum alles etwas zackiger gelaufen. Das konstatierte gestern der Vorstand des Baubereichs in der Stiftung Berliner Schloss, Hans-Dieter Hegner bei einer Pressekonferenz. Das Berliner Schloss, so steht nun endgültig nach der gestrigen Sitzung des Stiftungsrates fest, wird nicht in diesem Jahr wie geplant eröffnen. Stattdessen wird es eine Eröffnungschoreografie geben. Von unten nach oben wird die Stiftung ab September 2020 langsam die einzelnen Geschosse des rekonstruierten Stadtschlosses öffnen, bis die Öffentlichkeit schließlich Anfang 2021 die großen Wechselausstellungen im zweiten und dritten Obergeschoss in Besitz nehmen kann.
Der neue Zeitplan sei „auskömmlich“, so Hegner, aber „man dürfe sich jetzt auch nicht ausruhen.“ Ursache für die Verschiebung sind Mängel und Verzögerungen bei einzelnen Gewerken. Insgesamt 400 technische Anlagen werden im Schloss installiert. Vor allem bei der Klima- und Lüftungstechnik, aber auch bei den einzelnen Haustechnikanlagen sind in den letzten Wochen Mängel aufgetreten. Zudem fehlt bei der derzeitig angespannten Baukonjunktur schlicht Fachpersonal. Die Firmen arbeiten an der Schlossbaustelle nach Verträgen, die bereits vor acht Jahren abgeschlossen wurden, die Vergütung spiegelt nicht mehr die jetzige Konkurrenzsituation wider. Da sei es „nachvollziehbar, wenn dann einige der ohnehin wenigen Ingenieure im Land doch lieber auf einer anderen Baustelle stehen“, so Hegner. Die Verzögerungen an der Schlossbaustelle ziehen auch Kosten mit sich, im Vergleich zu anderen Großprojekten handele es sich da aber nur um „Peanuts“. Eine Ziffer von 20 Millionen Euro Mehrkosten ging während der Pressekonferenz durch den Raum.