Seid konsequent! Debatte um den Wettbewerb zur Berliner Bauakademie

14.02.2023

Debatte um den Wettbewerb zur Berliner Bauakademie

Bild: Andreas Gehrke © Bundesstiftung Bauakademie

Im Frühjahr soll endlich der Wettbewerb für den Neubau der Bauakademie in Berlin starten. Doch wie offen wird er sein und was genau wird zur historischen Fassade in der Auslobung stehen? Vergangene Woche meldeten sich erneut prominente Stimmen zu Wort und polarisierten die Debatte im positiven Sinne.

Von Friederike Meyer

Geht es lediglich um die nachgebaute Kopie eines unwiederbringlich verlorenen Originals oder nicht vielmehr um die Wiedererrichtung der Bauakademie als richtungsweisende Institution in ihrer Zeit? Diese in Berlin seit 2017 diskutierte Frage steht am Anfang eines offenen Briefes, der vergangenen Mittwoch von der TU Berlin aus an Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) ging. Unterzeichnet haben ihn über 30 namhafte Vetreter*innen aus Verbänden und Institutionen, darunter von BDA, Bundesarchitektenkammer, Bundesingenieurkammer, Architektenkammer Berlin, BDA Berlin, Bauhaus der Erde, Professor*innen verschiedener Hochschulen und Architekt*innen.

Sie empfehlen einen offenen zweiphasigen Wettbewerb mit niedrigschwelligen Zugangskriterien. Das Gebäude, heißt es im Brief, solle ein Demonstrationsprojekt für Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit in Bauwesen und Stadtentwicklung werden, an die Innovationskraft Karl Friedrich Schinkels anknüpfen und auf dessen Fundamenten ein Gebäude (wieder-)errichten, das innovativ nach Lösungen in Zeiten der Klima- und Ressourcenkrise sucht. Das 1,5-Grad-Ziel müsse eingehalten und sichtbar in Material, Konstruktion und Ästhetik werden.

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