Praemium Imperiale 2026 Daniel Libeskind ausgezeichnet

08.09.2026

Daniel Libeskind mit der Skizze für das Jüdische Museum Berlin vor Ort, Mai 2026
Daniel Libeskind mit der Skizze für das Jüdische Museum Berlin vor Ort, Mai 2026
Bild: The Japan Art Association, Foto: Roland Horn

Daniel Libeskind erhält den Praemium Imperiale 2026 in der Kategorie Architektur. Das gab die Japan Art Association heute Mittag bekannt. Libeskind, der im Mai seinen 80. Geburtstag feierte, mache mit seinen Entwürfen Geschichts- und Gefühlswelten greifbar. Die von ihm gestalteten Räume scheinen regelrecht von Brüchen, Verlust und Überleben zu erzählen, heißt es in der Begründung der Jury. Klaus-Dieter Lehmann, ehemaliger Präsident des Goethe-Instituts und ein Berater des Preises, betont in der Pressemitteilung außerdem, dass die Kunstfreiheit durch staatliche Einflussnahme, Zensurvorschriften und gesellschaftliche Polarisierung zunehmend gefährdet sei, obwohl sie ein wichtiges Fundament einer demokratischen Gesellschaft bildet.

1946 in Polen geboren, wuchs Libeskind in den USA auf. Zunächst studierte er Musik und war als professioneller Akkordeonist tätig. Später studierte er Architektur. 1989 gründete er in Berlin sein Büro Studio Libeskind, nachdem er den Wettbewerb für das Jüdische Museum gewonnen hatte, was ihn auf die internationale Architekturbühne katapultierte. Nach dem Gewinn des Wettbewerbs für den städtebaulichen Masterplan zum Wiederaufbau von Ground Zero verlegte das Studio seinen Sitz 2003 nach New York.

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