Buchtipp: How Modern Biographies of Architecture in China 1949-1979

08.04.2026

Filmstill: Ehemaliges Gebäude der chinesisch-sowjetischen Freundschaft in Shanghai (1955)
Filmstill: Ehemaliges Gebäude der chinesisch-sowjetischen Freundschaft in Shanghai (1955)
Bild: Wang Tuo

China taucht in der Architekturgeschichte der Moderne nach dem Zweiten Weltkrieg meist nur am Rand auf. Bis heute dominiert eine Historiografie, die vor allem nach Europa und in die USA blickt. Genau an dieser Leerstelle setzt der Band How Modern. Biographies of Architecture in China 1949–1979 an. Er richtet den Blick auf eine Epoche, die weit mehr zu bieten hat als ideologisch aufgeladene Monumentalbauten, und stellt die Frage: Wie modern war die Volksrepublik China eigentlich? Die Publikation begleitet die gleichnamige Ausstellung im Centre Canadien d’Architecture CCA in Montreal, die in Zusammenarbeit mit dem Museum M+ in Hongkong entstand. Erarbeitet wurde sie von Shirley Surya und Li Hua. 

Der gewählte Zeitraum ist historisch naheliegend. Mit der Gründung der Volksrepublik 1949 begann ein tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbruch in China, der auch das Bauen veränderte. Städte wurden umgestaltet, Industrien aufgebaut, ländliche Räume transformiert, Lebensweisen neu organisiert. Ende der 1970er Jahre markierte die wirtschaftliche Öffnung dann einen Wendepunkt, der architektonisch neue Entwicklungen anstieß.

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