Ankommen in Santiago de Compostela Bahnhofserweiterung von estudio Herreros
04.03.2026
Bild: Luis Díaz Díaz
Nach fast 15-jähriger Planungs- und Bauzeit ist die Umgestaltung und Erweiterung des Hauptbahnhofs in Santiago de Compostela 2025 fertiggestellt. Den Entwurf lieferte das Madrider Büro estudio Herreros, das sich 2011 in einem internationalen Wettbewerb der staatlichen Bahn ADIF durchsetzen konnte. Ziele waren eine Modernisierung der Bahnanlage für den Hochgeschwindigkeitsverkehr, eine bessere städtebauliche Einbindung in der galizischen Pilger-Metropole und der Ausbau zum intermodalen Verkehrsknotenpunkt. In diesem Kontext war bereits 2022 der Neubau des nahegelegenen Busbahnhofs realisiert worden. Wie die Lokalpresse vermeldete, wurden in das Projekt circa 53 Millionen Euro investiert, die Mittel dafür kamen unter anderem aus öffentlicher Hand und aus EU-Geldern.
Bisher trennte die am Rand der Innenstadt verlaufende Bahntrasse das historische Zentrum von den südlichen Vororten ab. Dass so der ebenfalls südlich an die Schienen angrenzende und topografisch tieferliegende Naturpark Las Brañas del Sar relativ unberührt blieb, war der einzige Vorteil dieser Situation. Um sie zu verbessern, planten estudio Herreros quer über den Gleisen ein neues Passagierterminal auf Höhe der Innenstadt. Es ist mit dem auf Gleisniveau befindlichen alten Bahnhofsgebäude verbunden und integriert eine Fußgängerbrücke, die zum ebenfalls tiefer liegenden Busbahnhof auf der anderen Seite der Trasse führt.