Wohnhaus im Bayerischen Wald Von Beton umschlossene Innenhöfe

25.08.2025

Die geschlossenen Außenmauern einer nach innen überraschend vielseitigen Wohnhausarchitektur
Bild: Mikael Olsson

Die Kurstadt Bad Kötzting im Oberen Bayerischen Wald ist nicht nur für die umgebende Naturlandschaft und als Kneippheilbad bekannt. Seit Jahrhunderten versammeln sich an Pfingstmontag bis zu 1.000 Reiter zu einer feierlichen Prozession, dem Pfingstritt zu Bad Kötzting. Dieser Tradition wird mit einem Museum in der Kirchenburg sowie zahlreichen über die Stadt verteilten Kunstwerken gehuldigt. Nun kam ein Fassadenrelief hinzu – ausgerechnet inmitten eines Wohngebiets. Das Haus plante der Architekt und Denkmalpfleger Andreas Mühlbauer gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Andreas und Alexander auf einem privaten Grundstück.

Der Neubau hebt sich von der umgebenden Bebauung in einer Einfamilienhaussiedlung im Osten der Stadt stilistisch klar ab. Nach außen tritt das Wohngebäude als eingeschossige, geschlossene Betonstruktur mit drei Meter hohen Außenwänden aus Sichtbeton in Erscheinung. „Das Haus ist ohne Kontext gebaut. Es ist von seiner Umgebung komplett abgeschlossen,“ erklärt Alexander Mühlbauer den Entwurf. Betrachtet man die Kunst am Bau zur Kaitersbergerstraße hin – ein Betonrelief mit fünf lebensgroßen Pfingstreitern – öffnet sich das Wohnhaus durchaus zur Stadt und schlägt eine Brücke zwischen der lokalen Tradition und einer zeitgenössischen, brutalistischen Architektur.

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