Umnutzung der Kellogg’s Silos in Bremen Vom Industriegebäude zum Hotel
08.01.2026
Bild: Piet Niemann
Ob mit Milch oder als Riegel: Cornflakes sind aus der Lebensmittelindustrie nicht mehr wegzudenken. Ihre Geschichte reicht bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als die US-Amerikaner John Harvey Kellogg und Will Keith Kellogg bei Experimenten mit Getreide eher zufällig die knusprigen Maisflocken entdeckten und daraus die heute weltweit bekannte Marke Kellogg’s entwickelten. Von den 1960er-Jahren bis zu seiner Stilllegung im Jahr 2018 war das Kellogg’s-Werk im Westen Bremens auf dem Gelände des ehemaligen Überseehafens der einzige Produktionsstandort des Unternehmens in Deutschland. Heute entsteht auf der rund 300 Hektar großen Halbinsel mit der „Überseestadt“ ein neues Stadtviertel. Prägendes Wahrzeichen am Weserufer ist der ehemalige Kornspeicher aus den 1970er-Jahren, der nach Plänen des Wiener Architekturbüros Delugan Meissl zu einem Hotel umgebaut wurde.
Erhalt und Transformation des Kornspeichers
Die von der Überseeinsel GmbH als Bauherrin formulierten architektonischen Leitlinien sahen vor, sowohl den industriellen Charakter als auch die Symbolkraft des Silogebäudes zu bewahren. Darauf aufbauend entwickelte das Entwurfsteam ein Konzept, das den baulichen Bestand weitgehend erhält und zugleich eine zeitgemäße Umnutzung ermöglicht. Die markante Silhouette der acht ehemaligen Kornspeicher, in denen einst bis zu 5.000 Tonnen Mais, Weizen und Hafer gelagert wurden, blieb dabei erhalten. Im Inneren entstanden das auf die Gründer von Kellogg’s Bezug nehmende John & Will Silo-Hotel sowie Flächen für Büros und gastronomische Betriebe.