Umbau: Kindergarten Gyöngyszem in Budapest Spielräume im doppelten Sinn
24.08.2025
Bild: Balázs Danyi
Im Nordosten von Budapest, eingebettet zwischen zehngeschossigen Wohnscheiben aus den späten 1970er-Jahren, liegt der Kindergarten Gyöngyszem. Der ursprünglich eingeschossige Plattenbaupavillon mit zentralem Korridor wies einige Mängel auf: zu kleine Räume, kaum Gemeinschaftsflächen, schlechte Erschließung und fehlende Barrierefreiheit. Unter der Leitung von Archikon Architects wurden der Flachbau 2024 saniert und aufgestockt. Für passive Kühlung sorgt eine leichte, gerüstartige Verschattungskonstruktion, mit Sonnensegeln als Überkopfverschattung.
Tragwerk und Hülle: Aufstockung mit Bestandserhalt
Ursprünglich bestand der Kindergarten aus vier aneinandergereihten, pavillonartigen Baukörpern, die jeweils einen Gruppenraum beherbergten. Die Pavillons waren durch einen mittig verlaufenden Flur verbunden, der vor allem der Erschließung diente und kaum Aufenthaltsqualität bot. Die Grundstruktur mit einem Tragwerk aus Betonfertigteilen blieb erhalten, wurde statisch ertüchtigt und um ein zweites Geschoss aufgestockt. Zwischen den Pavillons entstanden zweigeschossige, großzügig verglaste Verbindungszonen mit Galerien, die den Blick zwischen den Etagen öffnen und den Kindern als Spielzonen bereitstehen.