Tour Racine in Paris Glaskrone über Betonfertigteilen

15.10.2025

In Paris wurde Tour Racine (ehemals Toru ONF) nach Plänen von Maude Caubet Architectes saniert und aufgestockt.
Bild: Laurent Kronental, Maud Caubet Architectes, Paris

La Tour Racine – ein Bauwerk dieses Namens sucht man wohl spontan in Paris, während die Übersetzung „Wurzelturm“ vielleicht zuerst an Wald denken lässt. Beides passt: Nachdem die oberste französische Forstbehörde, die Office National des Forêts, in einen Neubau umgezogen war, wurde der frühere Tour ONF nach Plänen von Maud Caubet Architectes saniert und aufgestockt – und schließlich umbenannt.

Betonzylinder auf kleinem Sockel

Der Tour ONF war 1972 im 12. Arrondissement, nahe der Place de la Nation, auf einem Grundstück des Landwirtschaftsministeriums errichtet worden. Die Architekten Xavier de Vigan und Francis Thieulin sowie der Architekten und Malers Émile Deschler gestalteten ihn ganz im Zeitgeist der 1970er-Jahre. Etwa 40 Meter hoch und 23 Meter im Durchmesser misst die zylindrische Stahlbetonkonstruktion mit zentralem Erschließungskern. Dieser ist im verglasten Erdgeschoss erkennbar. Darüber kragt eine konisch verlaufende, holzverkleidete Decke aus. Darüber sind neun Bürogeschosse mit elementierter Betonfassade zu sehen, deren abgeschrägte Fensterlaibungen für eine plastische Wirkung sorgen.

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