Sanierung und Umnutzung: Nederlands Fotomuseum in Rotterdam Goldene Krone und eine Treppe für Schwindelfreie
23.09.2025
Bild: Studio Hans Wilschut, Rotterdam
Das Nederlands Fotomuseum fand ein neues Zuhause im rund 120 Jahre alten Kaffeespeicher Santos im Rotterdamer Rjinhaven. Die Eröffnung ist für Anfang 2026 geplant. Einst von J.P.Stok und J.H. Kanters in Stahlbauweise und mit sorgsam gestalteter Backsteinfassade geplant, wurde das Lagerhaus nach den Plänen von WDJ Architecten und Renner Hainke Wirth Zirn Architekten denkmalgerecht saniert, umgebaut und aufgestockt. Es umfasst nun 9.800 Quadratmeter Fläche auf acht Geschossen – viel Platz für den Museumsbetrieb samt Gastronomie und Büros, sowie sechzehn Kurzzeit-Apartments.
Goldene Dachkrone
Grundlegende Entwurfsidee war es, den Bestand behutsam zu sanieren, neue Bauteile klar ablesbar zu machen und mit einem Atrium Licht ins Innere zu bringen. Zudem sollte ein neuer Dachaufbau das Gebäude um zwei neue Geschosse erweitern. Das Dach sollte in Anlehnung an die alte, aber zerstörte Dachform das Gebäude mit einer erkennbar zeitgenössischen Gestaltung krönen. Der stählerne Aufbau hat eine Glasfassade und eine vorgehängte Fassade aus goldfarbenen Aluminiumblechen, in die Dreiecke in unterschiedlicher Dichte gestanzt sind. Die Fassade filtert das einfallende Sonnenlicht und wirkt dennoch transparent. In den Innenräumen erzeugt sie eine Netzstruktur aus Licht und Schatten, während sie im Stadtraum mit ihrem goldenen Schimmer eine markante Fernwirkung erzielt.