Klinik in Anif Monolithisch in Rot
03.12.2024
Bild: Florian Holzherr
Anif, am Rande von Salzburg gelegen, zählt zu den teuersten Wohnlagen Österreichs. Die Straßenzüge mit den luxuriösen Einfamilienhäusern sind das ideale Habitat für die 2023 eröffnete Privatklinik für Patient*innen mit Atemwegserkrankungen. Dem Team von Steiner Architecture ist es gelungen, auf die Proportionen des Kontexts einzugehen, ohne dass der Neubau untergeht. Dazu trägt neben dem aparten Fassadenbild vor allem der rote Sichtbeton bei.
Zwei Körper, drei Teile
Mit ihrem Grabendach – den parallel angeordneten Satteldächern – könnte man die Klinik leicht mit ein paar Reihenhäusern verwechseln. Auf zwei separate Gebäude teilten die Architekt*innen das Raumprogramm auf. Monolithisch wirken sie, mit nur vereinzelten Öffnungen in den Giebeln, und weiß vergitterten, raumhohen Fenstern im Erdgeschoss. Eine hauchdünne Fuge kennzeichnet die zwei Geschosse, die Entwässerung liegt unsichtbar hinter der Traufkante. Zwischen den beiden Häusern versteckt sich ein runder Glaspavillon, wo der Empfangstresen und Sitzgelegenheiten zum Warten platziert wurden. Links und rechts dockt der Pavillon an die Betonhäuser an, in deren Erdgeschossen sich die Behandlungszimmer und Sanitärräume befinden.