Dar El Farina in Al Haouz Traditionelle Wasserinfrastruktur neu interpretiert

25.04.2026

Das Ferienhaus Dar El Farina stammt aus der Feder von Leopold Banchini Architects.
Bild: Rory Gardiner

Südlich von Marrakesch, am Fuß des Atlasgebirges, liegt die Region Al Haouz. Die aride Gegend wurde im Laufe der Jahrtausende durch ausgeklügelte Wasserinfrastrukturen urbar gemacht: Stampflehmwände trennten die landwirtschaftlichen Flächen. Leopold Banchini Architects nehmen dieses kulturtechnische und architektonische Erbe in ihrem Entwurf für ein Ferienhaus in Al Haouz auf und geben diesem eine neue skulpturale Form. Gemeinsam mit der lokalen Architektin Sana Nabaha setzten sie den Entwurf um.

Das Gebäude ist am hinteren Ende eines 115 Quadratmeter großen, von einer Lehmmauer umfassten Grundstücks platziert. Es erstreckt sich über rund 80 Meter Länge, ist dagegen jedoch nur wenige Meter breit. Die für diese Region traditionelle Typologie des Atriumhauses übersetzten die Architekt*innen in eine langgezogene Raumabfolge. Zwei parallele, langgestreckte Stampflehmwände begrenzen den Innenraum und sind als Referenz auf die traditionellen Grundstücksgrenzen gedacht. Ein weiteres Indiz zur landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft liefert der Projektname „Dar El Farina“ – Haus des Getreides.

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