Unikat am Südtiroler Weinhang Wohnhauserweiterung von Walter Angonese und Flaim Prünster Architekten
24.03.2026
Bild: David Schreyer
In den Weinhängen südwestlich von Bozen entstand 1970 ein Einfamilienhaus, dessen Planung unter anderem Carlo Scarpa zugeschrieben wird. Entworfen hat er die Casa Tabarelli als Wohnhaus für die Unternehmerin Laura Tabarelli – damals Inhaberin eines erfolgreichen Innenausstatters in Bozen. Nachdem Tabarelli Gebäude und Weinhang 2012 an einen italienischen Unternehmer verkauft hatte, beauftragte dieser Flaim Prünster Architekten (Bozen) und Walter Angonese (Kaltern) mit der Erweiterung für seine private Kunstsammlung.
Die Autorenschaft der Casa Tabarelli lässt sich allerdings nicht eindeutig klären. Einige Aspekte sprechen für eine starke Beteiligung Scarpas am Entwurf – wie die Steinböden aus Pfunderer Serpentin, die er auch in anderen Projekten einsetzte. Außerdem zeugen archivierte Fotografien der Vermessung und Aussagen Laura Tabarellis von Scarpas wiederholter Anwesenheit auf der Baustelle. Auch die Bauzeichnungen mit Varianten der bewegten Dachlandschaft sollen deutlich dem Stile Scarpas entsprechen.