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3, 2006

Bochum, BO

Zentralinstitut für Mathematik und Informatik/Neue Lernformen

von Kristoph Nowak

Hochschule:

Bochum, BO

Präsentation:

Juli 2006

Lehrstuhl:

Prof. Wolfgang Krenz

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Zu Beginn stand eine Analyse des Themas neuer Lernformen in Verbindung mit dem Studium verschiedener Aufsätze. Als zweiter Schritt galt es das Grundstück auf sein kommunikatives Potential zu untersuchen. Nach der Erstellung diverser Arbeitsmodelle mit dem Hintergrund der Herstellung der größtmöglichen Kommunikation in Bezug auf den Aussenraum, galt es das Konzept für den Innenraum umzusetzen. Als letzten Schritt enstand das 3D-Modell in dem diverse Details gelöst werden konnten.

Die Landschaft des großen, lang gezogenen Grundstücks wird angehoben und geht in die umgebende über. Die nun entstehende Eingeschossigkeit bietet einen weiten, offenen und flexiblen Raum. Die Lage in zweiter Reihe weist dem Gebäude die zusätzliche Funktion als Drehkreuz zu. Somit entsteht zwangsweise mehr Kommunikation auch unter unterschiedlichen Fachbereichen.

Betrachtet man den jetzigen zustand des Campus der Universität Bonn Poppelsdorf, stellt man fest, dass es momentan keinen kommunikativen Bereich gibt. Es sind lediglich kleinere eingeengte Zonen vorhanden, in denen sich Studenten treffen und aufhalten können. Diese können nur schwer zu anderen Anlässen genutzt werden. Die Einbindung des Entwurfs in die Landschaft, und somit seine flache Gestalt, geben dem Campus ein weiteres kommunikatives Element - die Dachlandschaft. Auf Grund der Drehkreuz-Funktion des Gebäudes werden die Laufwege optimiert, so dass durch das Bauwerk aber auch über dieses hinweg alle wichtigen umgebenden Gebäude schnell erschlossen werden können. Die Eingänge sind auf eben diese Laufwege ausgerichtet.
Der Innenraum spielt mit den Elementen der Abgrenzung ohne die Offenheit zu unterbinden. Durch Niveauunterschiede im Bodenbereich werden einzelne Zonen gebildet, die je nach Anforderung zusätzlich unterteilt werden können. Durch die Höhenunterschiede werden Laufwege und Arbeitszonen bereits voneinander getrennt ohne isoliert zu wirken. Aus diesen Höhenversprüngen entwickeln sich Podeste, die durch ihre Höhe in sich getrennte Systeme bilden, in denen klassische Lehrveranstaltungen stattfinden können. Gleichzeitig bilden sie eine weitere Grenze zwischen Besucher und Student.

Es entsteht eine auf das Grundstück und seine Lage abgestimmte Lernlandschaft, die zu neuen Lernformen animiert, aber Raum für Übergangslösungen lässt.
Ein Ort der Kommunikation.