Nächstes Projekt 23/24  

1, 2003

Coburg, HS

urban earthquake (Ge)Denk-Stätte Berliner Mauer Begegnung von Völkernund Kulturen

von Gabi Schillig

Hochschule:

Coburg, HS

Präsentation:

Juli 2002

Lehrstuhl:

Gebäudelehre + Entwerfen, Prof. Reinhart Klippel<br>Städtebau, Prof. Rolf Gebhardt

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Um die komplexen Räume entwickeln zu können, war von vornherein das Arbeiten mit einem 3D-Programm nötig. Für das animierte Gebäudemodell und Umgebung, Renderings und Film wurde mit 3D Studio Max gearbeitet. Die 2D Grundrisse wurden mit Auto CAD 2002 gezeichnet, das gesamte Layout der Präsentationspläne mit Adobe Illustrator 9.0 erstellt. Die Nachbearbeitung von Photos und Renderings erfolgte mit Adobe Photoshop 6.0. Ein selbsterstellter Kurzfilm über die Berliner Mauer wurde mit dem Programm Arcsoft Videoimpression geschnitten und nachbearbeitet.

Elementarer Bestandteil der Arbeit ist das noch bestehende Teilstück der Berliner Mauer an der Mühlenstraße (Eastside Gallery). Der Ort ist sensibel anzugehen, denn er ist Bestandteil des "Todesstreifen" zwischen den ehemals zwei deutschen Staaten. In der Entwurfsarbeit steht die Berliner Mauer als Synonym für immernoch bestehende "Mauern in den Köpfen" von Völkern, Kulturen und Religionen. Das entstandene Gebäude soll Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen einen Begegnungsort bieten, an dem Mauern in den Köpfen überwunden werden sollen. Ausstellungen, Workshops, Bibliothek, Mediathek und Workshops ermöglichen Austausch von Erfahrungen, Erlernen und Toleranz anderer Kulturen. Die Mauer bleibt dabei immer präsent und weist auf die Vergangenheit und ihren Schrecken hin.

Die expressive Formensprache des entworfenen Gebäudes soll die Linearität des Grundstücks, verursacht durch Mauer und Spree, brechen.
Das Gebäude splittert, bricht und überwindet die Mauer an manchen Stellen, so wie es die Gedanken der Besucher tun sollten. Schiefe Ebenen zeigen dem Besucher Brüchigkeit, Unsicherheit und Schrecken auf. Der Weg und das Gebäude prallen einerseits an der Mauer ab und überwinden sie andererseits.