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Juli / August 2014

Universität Stuttgart

UNIVERSIADE XXXI

A CONVERTIBLE AND SUSTAINABLE STADIUM

von Sebastian Eppler, Stefanie Weidner

Hochschule:

Universität Stuttgart

Abschluss:

Diplom

Präsentation:

24.04.2014

Lehrstuhl:

Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren / Prof. Sobek

Rubrik:

Freizeit- und Sportbauten

Software:

Vectorworks, Rhino 3D, Cinema 4D, Photoshop, InDesign

Für Mega-Events wie olympische Spiele, eine Fußball Welt- oder Europameisterschaft werden Milliardenbeträge in die Infrastruktur gesteckt, ohne oftmals an die ökologischen Folgen und ein adequates Nachnutzungskonzept zu denken. Stadien werden häufig für ein Event maßgeschneidert, finden jedoch nach der Veranstaltung selten eine sinnvolle Verwendung, die die laufenden Kosten deckt. Prestigetrechtige Großprojekte dieser Art haben einen zweifelhaften Ruf und werden als "weiße Elefanten" bezeichnet. Sehr groß, sehr teuer und sehr nutzlos. Gerade in der heutigen Zeit werden solche Großprojekte eher zweifelhaft und kritisch gesehen.

Aus dieser Überlegung heraus hat sich die Idee entwickelt ein Stadion zu planen, welches sich an die verschiedenen Nutzungsanforderungen anpassen kann und eben nicht nur für ein bestimmtes einmaliges Event gebaut wird. Da es den meisten Stadien, die unter Leerstand und Verfall leiden, hauptsächlich an einer Nutzung nach dem vergangenen Großevent mangelt, zielt der Entwurf des adaptiven Stadions in Hamburg besonders auf diesen Aspekt ab.

Es wurde ein kleines Stadion mit 25.600 Plätzen als Ausgangsstadion entworfen, welches durch einen Klappmechanismus in der Dachtragkonstruktion seine Kapazität bis zu 65% (41.850 Plätze) steigern kann. Durch diese Ausbaubarkeit bleibt das Stadion besonders für kleinere Vereine mit weniger Zuschauerzahlen attraktiv, bietet aber auch die Option auf Vergrößerung und wird damit für Großevents interessant. Dabei steht besonders der Aspekt der Atmosphäre im Stadienbau an oberster Stelle. Damit dieses Vorhaben funktionieren kann, müssen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Dazu zählen sowohl eine wohlüberlegte Grundrisswahl die dem Stadion ein unvergessliches Erkennungsbild gibt, als auch eine Modulstudie für die Dachelemente. Der Klappmechanismus wird elektrisch oder hydraulisch initiiert und kippt das gesamte Dach um 21° nach hinten. Somit vergrößert sich das Volumen im Stadion inneren und es entsteht neuer Raum, der Platz für zusätzliche Tribünen bietet. Somit entsteht ein flexibles und zukunftsfähiges Stadion, welches auf die verschiedenen Bedürfnisse schnell und unkompliziert angepasst werden kann.