Platz 1
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4, 2005

Wiesbaden, HS RheinMain

TanzRaumBerlin

von Eva Kubicki, Kerstin Schlosser

Hochschule:

Wiesbaden, HS RheinMain

Präsentation:

Juli 2005

Lehrstuhl:

Prof. Dieter Scheeren, Prof. Günter Weber

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Auf Grund der Grundstückssituation bot es sich an, das Bestandsgebäude zu einem für sich funktionierenden Aufführungs- und Ausstellungsgebäude zu machen und für den Neubau der Tanzakademie und der Tanzinstitutionen den repräsentativen Standort an der Spree zu nutzen. Bei der Umnutzung des ehemaligen Kraftwerks zur Spielstätte wurde uns wichtig, den bestehenden Hallencharakter zu erhalten und durch die neue, eingestellte Tribünenkonstruktion zu unterstreichen. Bei der Überlegung wie das Tanzzentrum aussehen sollte, entwickelten wir die Idee, das Thema des Tanzes und die verschiedenen Nutzungsbereiche am und im Gebäude ablesbar zu machen. Die Schwerelosigkeit, Leichtigkeit, Dynamik und Inszenierung des Tanzes soll durch die Architektur ausgedrückt werden. Zeichnerische Umsetzung durch AutoCAD / ADT 2005, Renderings mittels 3D Studio Max und Photoshop. Modelle: Massenmodell im Maßstab 1:1000, Modell des Tanzzentrums im Maßstab 1:200

Das Thema bezieht sich auf den studentischen Ideenwettbewerb, bei dem der „Hans Heinrich Müller Preis“ verliehen wurde.
Gegenstand des Wettbewerbs war das 1907 erbaute und in den 20er Jahren durch Müller erweiterte Kraftwerk Rummelsburg in Berlin-Köpenick.

Im Rahmen des Wettbewerbs sollten Nutzungskonzepte für den stillgelegten Industriestandort an der Spree entwickelt werden, die zu Erhaltung des denkmalgeschützten Kraftwerks beitragen.
Schwerpunkt dabei war die Konversion des Bestands und die sinnvolle Ergänzung der Anlage durch Neubebauung der weitläufigen Freiflächen.
Eine besondere Bedeutung kam dabei auch dem Umgang mit der erhaltenden, freistehenden ehemaligen Kesselhausfassade zu.

Unseren Recherchen zufolge soll in naher Zukunft in Berlin ein „Zentrum für zeitgenössischen Tanz“ ins Leben gerufen werden, wofür sich das Kraftwerksareal als Standort aufgrund des geringen Wohnanteils im Umfeld, den nahe gelegenen Filmstudios und der baldigen Ansiedlungen von Teilen der Universität hervorragend eignet.
Das Tanzzentrum soll Platz bieten für den Zusammenschluss verschiedener freier Tanzinstitutionen und die Tanzakademie Berlin, in der auf Hochschulniveau Tanz, Choreographie und Tanzpädagogik gelehrt werden soll. Darüber hinaus sollen dort Künstler, Designer, Bühnen- und Kostümbildner arbeiten und Platz finden.
Unser Konzept für das Areal Rummelsburg ist, einen Ort des Tanzes, der Kunst und der Veranstaltung zu schaffen, einen Ort der Begegnung.
Dabei nutzen wir das Kraftwerk zu einer Spielstätte und einem Ausstellungsgebäude um.
Die zu erhaltende Kesselhausfassade und das ehemalige Werkstattgebäude bilden nun die Rückwand zu einer Freilichtbühne.
Der Neubau auf der oberen spreeseitigen Grundstückshälfte fasst Akademie, Künstlerateliers und die freien Tanzgruppen zu einem Komplex zusammen.
Mit dem Tanzzentrum wird das Gebiet belebt und gestärkt. Der Neubau bildet dabei den leuchtenden Endpunkt der Hauptzugangsache des Grundstücks und wird so zur prägnanten Landmarke an der Spree.