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3, 2007

Konstanz, HTWG

Symbiotische Architektur – Bauen mit der Natur

von Peter Becker

Hochschule:

Konstanz, HTWG

Präsentation:

Juli 2007

Lehrstuhl:

Städtebau und Entwerfen, Prof. Leonhard Schenk

Rubrik:

Experimentelle Entwürfe

Software:

-research Natur/Baum/Baumhaus durch Literatur und Gespräche mit Experten -städtebauliche Analyse Bern -Masterplan 1:2000 -Vertiefungsauschnitte 1:500, 1:200, 1:50 -Anschluss- und Fassadendetail 1:20 -Projektdokumentation als Buch -Volumen- und Raumstudien durch Modelle in allen Maßstäben -Computereinsatz: Illustrator, Photoshop, Indesign, AutoCad, Rhino

Architektur ist der gebaute, physisch sichtbare Footprint der menschlichen Zivilisation in der Natur.
Der Mensch, welcher sich auch gerne als sogenannte „Krone der Schöpfung“ sieht, hat sich in den letzten Jahrtausenden mit fortschreitender Entwicklung seines Intellekts und damit auch verbundener „Technisierung“ immer weiter aus und über das ausgewogene System der Natur gestellt und beeinflusst es dadurch nachhaltig.

Das Diplom „Symbiotische Architektur“ soll Wege in der Architektur aufzeigen, welche wieder zu einem „zurück“ zur Natur und insofern ein „nach vorn“ im gesamtheitlichen Leben auf unserer Erde führen können.

Der Anspruch der Arbeit liegt darin, nicht nur bruchstückhaft „energieeffizient“ zu bauen, sondern in der architektonischen Gesamtheit eine Annäherung und Versöhnung mit der Natur zu finden.

Es wurden so weit wie möglich alle Fassetten der Architektur angerissen, sei es konstruktiv, städtebaulich, gebäudetechnisch aber auch und vor allem gestalterisch und soziologisch.

Als konkretes Experimentierfeld hierfür tat sich „die Bremer Waldstadt“ in Bern auf.
Dieses am Stadtrand gelegene Waldgebiet ist in den letzen Jahren als eine mögliche Stadterweiterung in die Diskussion gekommen, da Bern unbedingt etwas gegen den Auszug der Bewohner und für ein gesundes Steueraufkommen machen muss.
Der Wald gilt aber auch als wichtiges Naherholungsgebiet und das eidgenössische Forstgesetz erlaubt eine großangelegte Rodung nicht.

Es entstand eine Arbeit, welche auf der einen Seite im städtebaulichen Maßstab ansetzt und eine urbane Struktur aufbaut, gleichzeitig aber auch vom einzelnen Baum ausgeht, ihn respektiert und ein mögliches Anschlussdetail sucht, mit dem Baum und Mensch gemeinsam gut leben können.

Die Arbeit ist als eine moderne Vision vom Leben und Wohnen in und mit der Natur und dem Wald zu verstehen.
Sicher wird es noch dauern, bis diese "Utopie" umzusetzen ist und man Wege gefunden hat, diese Ansätze technisch zu realisieren - der Natur und zukünftigen Generationen sind wir aber Anstrengungen in diese Richtung schuldig.