Nächstes Projekt 02/23  

2, 2003

Aachen, RWTH

SWISS METRO

von Daniele Del Grande

Hochschule:

Aachen, RWTH

Präsentation:

Juli 2002

Lehrstuhl:

CAAD, Prof. Peter Russell; TA+E, Prof. Rudolph Scheuermann

Rubrik:

Verkehrsbauten

Software:

Das gesamte Projekt entsteht und entwickelt sich am Rechner. Die ersten Skizzen werden sofort in einfache Modelle in Rhino 3D umgesetzt. Skizziert wird auch mit Hilfe eines Digitaltablettes unter Photoshop und direkt in Rhino importiert. Die Entwicklung des Entwurfs erfolgt ausschließlich im 3D-Raum, indem man auf die konventionellen 2D-Zeichnungen verzichtet. Man wollte auf eine herkömmliche Präsentation nicht verzichten, laut Aufgabestellung. Nur am Ende der Entwurfsprozesse werden 2D-Zeichnungen direkt vom Modell in Rhino gewonnen, in Form von Profilen und Renderings, die in AutoCAD und Photoshop überarbeitet werden. Gerendert wird direkt in Rhino und in Viz4, pur und mit dem Plug-In Illustrate. Profile und Masse für das reale Modell werden komplett aus dem 3D-Modell ermittelt, ausgedruckt und geschnitten. Alle Bilder wurden in Photoshop überarbeitet, Layout mit InDesign2.0.

Entwurf für eine Metro-Station in Zürich-Kloten

Basel-Zürich in acht Minuten, 700 km/h Hochgeschwindigkeitsmagnetbahn im partiellen Vacuum. Ein Netz, nie von außen gesehen, wächst unter der Erde und verbreitet sich erst in der Schweiz und dann in ganze Europa. Ein „mundus subterraneus“ der verschiedene Orte miteinander verbindet. Der Raum wird annulliert, Echtzeit- statt Echtraumstädtebau.

Die Idee eines Organismus entsteht und bildet die Grundlage für die Entwicklung funktioneller Modelle ohne Metapher zu sein. Ein Organismus der an verschiedenen Orten unter der Erde zu Leben erwacht und den spezifischen Bedürfnissen entsprechend funktioniert und weiter wächst. Die Stationen sind einheitliche, miteinander verbundene Systeme, wo jeder „Fluss“ (Passagiere, Personal, Flucht, Info, Ströme, Luft, Daten) seinen eigenen Weg hat. Der Passagier wird von einer oberirdischen Ebene durch eine einladende Öffnung in die Tiefe gelockt, wie eine fleischfressende Pflanze (Nephentes Bicalcarata), die durch Farbe und Form Insekten anlockt, um sie dann nach unten weiterzuleiten, um sie zu verdauen. So gelangt er 20 Meter in die Tiefe und noch tiefer um dann reibungslos an einem anderen Ort der Erde wieder aufzusteigen. Dabei wird er ständig begleitet von einem Netz von Monitoren, ein Fluss an Informationen, der es ihm ermöglicht sich gut orientiert und angstfrei zu bewegen.