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3, 2007

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Schlossplatz Berlin - Landschaftsarchitektonische Konzepte von morgen

von Michael Karl

Hochschule:

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Präsentation:

März 2007

Lehrstuhl:

Studiengang Landschaftsarchitektur, Prof. Uta Stock-Gruber

Rubrik:

Landschaftsarchitektur

Software:

Die Entwicklung der städtebaulichen Form entstand anhand zahlreicher Modelle. Für Plangraphik und Visualisierungen kamen die üblichen CAD- bzw. Bildbearbeitungsprogramme zum Einsatz.

Berlin erhält ein neues Forum der Kunst und Kulturen. Aufbauend auf der Idee des `Humboldt-Forums`, entsteht auf dem Schlossareal eine offene Gebäude- und Grünstruktur. Die speziell auf den Ort abgestimmte Kombination aus Architektur und Freiraum zeigt auf, wie der öffentliche Raum von morgen aussehen könnte.

Der Ausgangspunkt des Konzepts ist die Vorstellung eines völlig in Trümmern liegenden Schlossareals. Zerbrochen in seine Einzelteile ist es nun wieder bereit aufzuerstehen. Die Bruchstücke von gestern werden so zu den Gestaltungselementen von morgen.

Die Bruchstücke des ehemaligen Stadtschlosses und der Topographie des Areals bilden zusammen ein hybrides Stadtgefüge. Die zerbrochenen Teile der historischen Mitte orientieren sich bei der Neuanordnung am ehemaligen Grundriss des Schlosses und interpretieren seine Kubatur neu. Eine differenzierte Abfolge von massiven zu transparenten Gebäuden und Baumpflanzungen schafft einen zentralen Freiraum „das Forum“ mit prägnanten Raumkanten.

Als ruhender Pol des Schlossareals befindet sich gegenüber des Berliner Doms eine Ansammlung von Bruchstücken aus transparenten und massiven Gebäuden mit einer Höhe von 37 Meter. Alle anderen Stücke sind nur 20 Meter hoch. Die Gebäude und der Aussenraum werden durch Loggien verknüpft.

Die Bruchstücke der Topographie erstrecken sich über das gesamte Schlossreal und durchdringen sämtliche Grün- und Bebauungsstrukturen. Als Sitzstufen gestaltete Höhensprünge bis zu 0,5 Meter bieten zusätzliche Aufenthaltqualität. Die tiefsten Punkte des Areals befinden sich an den Uferpromenaden der Spree und des Spreekanals. Lichtstreifen entlang der Bruchkanten beleuchten nachts das Areal.

Der Bodenbelag des neuen Schlossareals besteht vorwiegend aus Asphalt und Ortbeton. Eine Sonderstellung nimmt der zentrale Forumsbereich ein, der sich mit dem helleren Farbton des Asphalts und niedrigeren Geländeniveau vom restlichen Schlossareal deutlich abhebt.