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1, 2001

Hamburg, HfbK

Ornamentales Entwerfen Systemtheoretische Beobachtungen architektonischer Entwurfsprozesse Eine Website

von Michael Dürfeld

Hochschule:

Hamburg, HfbK

Präsentation:

Juni 2000

Lehrstuhl:

Studiengang Architektur und Stadtplanung, Prof. Michael Lingner, Prof. Hartmut Frank

Rubrik:

Theoretische Themen

Software:

Benutzen der Hypertextstruktur des Internets als Darstellungs- und Produktionsmedium der Entwurfsstrategie "Ornamentales Entwerfen" (Programm: MS Frontpage 2000). Benutzen eines CAD-Programms zur Unterstützung des Entwurfsprozesses (Programm: ArchiCAD). Benutzung einer Bildbearbeitungssoftware zur Aufbereitung der grafischen Elemente der Website (Programm: Adobe Photoshop).

"Ornamentales Entwerfen" ist die Bezeichnung für eine Entwurfsstrategie und ein Analyse- und Bewertungsinstrumentarium, wobei der architektonische Entwurfsprozess als ein ornamentaler Prozess mit Hilfe der Systemtheorie begrifflich abstrakt analysiert und mit Hilfe eigener Arbeiten sinnlich anschaulich dargestellt wird. Das Ornament wird dabei als die Grundform des Entwickelns von Formen aus Formen verstanden. Ornamente sind in diesem Sinne Rekursionen, die sich als solche fortsetzen und in deren Sequenz von Operationen immer schon ein Trend zur Morphogenese liegt.

Unter Hypertextbedingungen lassen sich die vielfältigen Beziehungen, die zwischen den verschiedenen Entwurfsbeobachtungen bestehen, festhalten und repräsentieren. Der Rezipient komponiert den Gegenstand seiner Lektüre durch aktive Selektion der vorgegebenen Links. Das Lesen von Entwürfen wird zu einem Prozess der mehrdimensionalen, kreativen Interaktion zwischen Leser, Autor und Entwurf. Das Spezifikum der Arbeit ist in der Integration von relevantem Inhalt, technisch-medialem Environment und künstlerisch-gestalterischer Aufbereitung zu sehen, d.h. das Thema wird durch die Art der Darstellung auf Anschauungsniveau gebracht.