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September / Oktober 2011

Hochschule Darmstadt

New York Theater Block

Eine Welt für ein junges Schauspiel

von Jörn Schermelleh

Hochschule:

Hochschule Darmstadt

Präsentation:

12.07.2011

Lehrstuhl:

Freie Diplomarbeit

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Städtebauliche Analyse (Stadthistorie, Nutzungen, Strukturen, Höhenentwicklung, Infrastruktur, aktuelle Stadtentwicklung) Konzeptfindung Entwurfsplanung ADT 2009 3ds Max Photoshop InDesign

Das Thema
New York ist ohne Zweifel eine der zeitgemäßesten Städte der Welt. Vor allem der Broadway ist eine Touristenattraktion, die die Menschen der ganzen Welt in ihren Bann zieht. Auf Grund der Vielzahl an bereits aufgeführten Theaterstücken ist es sehr schwierig neue und authentische Stücke an Broadwaytheatern zu finden. In den Aufführungen, die prinzipiell auf britischen Musiktheatern basieren, werden die Hauptrollen mit berühmten Hollywoodstars besetzt, nur um das Publikum zu begeistern. Durch das Projekt “New York Theater City” soll ein urbaner Theatercampus entstehen, auf dessen Grund kleinere Theatervereine über Proberäume und Bühnen verfügen können, sodass die Möglichkeit entsteht, der Welt dauerhaft neue, andersartige und junge Schauspiele zu präsentieren.

Der Ort
Die „Westside Railyards“ liegen am Hudson River und befinden sich in einem Gebiet des Umbruchs mit zunehmender kultureller Bedeutung. Derzeit wird das Gelände von einer Eisenbahngesellschaft für die Wartung von U-Bahnen genutzt, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Schrottplatz für ausgediente Waggons entwickelt und soll nun eine neue, kulturelle Nutzung erhalten.

Der Entwurf
Der Entwurf basiert auf dem Raster von Manhattan mit seinen gleichartigen Blocks. Der Block wird zum Hauptthema, wofür das zu beplanende Gelände in seine ursprünglichen drei Blocks unterteilt wird. Da Theater etwas nicht alltägliches ist, muss folglich auch der Theaterkomplex ein nicht alltäglicher Ort werden New York City gehört der Wald der Wolkenkratzer und die daraus resultierende Dichte zum alltäglichen Dasein. Aus dem Vorhaben einen Kontrast zu dem Alltäglichen zu setzen, dem zunehmenden Bedürfnis der Bewohner Manhattans nach Naherholungsgebieten gerecht zu werden und gleichzeitig einen spannenden Ort mit möglichst wenig Dichte zu erschaffen, resultiert letztlich der Rückzug des Gebäudes bis in den Untergrund. Der entstandene „Negativblock“ funktioniert eigenständig und könnte theoretisch an nahezu jeder Stelle im Raster platziert werden. Er stellt eine Welt in der Welt des „Grid“ dar und kann auf mehreren Ebenen umrundet werden. In den Umläufen befinden sich neben den Erschließungen alle für die Theater benötigten Nebenräume. Die Theater überspannen die Ausschachtung brückenartig und bilden das verbindende Element des Platzes und der Ebenen. Außerdem stehen sie symbolisch für die kulturell verbindende Bedeutung des Schauspiels. die Sohle des Blocks dient als Arena und Freilichtbühne. Die benachbarten Blocks fungieren als Freizeitgelände und greifen die Rasterung des Theaterblocks auf. Das heutige Faszinosum Manhattan hätte ohne Stahl und Beton nicht entstehen können, weshalb diese Materialien auch diesen Entwurf dominieren.