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2, 2000

Berlin, Beuth

Neubau eines mulifunktionalen Stadions in Rostock

von Matthias Arndt

Hochschule:

Berlin, Beuth

Präsentation:

Februar 2000

Lehrstuhl:

Prof. Kühnel

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Alle Zeichnungen wurden mit CAD erstellt Renderings wurden mit Bildbearbeitungssoftware überarbeitet. Zusätzlich wurde eine 3D-Animation erstellt.

Das Ostseestadion, im Juni 1954 fertiggestellt, galt zu DDR-Zeiten als eines der schönsten Stadien der damaligen Republik. Hier wurden leidenschaftlich geführte Spiele ausgetragen und große Erfolge gefeiert, wie zuletzt 1995 der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Seitdem hält sich der FC Hansa als Stolz vieler ostdeutscher Fussballfans allen Unkenrufen zum Trotz als einziger ehemaliger DDR-Verein in der deutschen Eliteliga. Im Laufe der Jahre jedoch nagte der Zahn der Zeit zu sehr an den Gemäuern, so dass an einem Um- oder Neubau kein Weg vorbei führte. Da Rostock als Austragungsort für die WM 2006 leider nicht in Betracht gezogen wurde und so der Bund keine Mittel zu Verfügung stellt, reichen die Finanzen nur für den Umbau des Ostseestadions. Hierbei baut Rostock das bundesweit billigste Stadion mit einem Volumen von 55 Millionen DM, pro Sitzplatz ca. 2.200 DM, beim Umbau des Hamburger Volksparkstadions wurde im Vergleich pro Sitz etwa die doppelte Summe verbaut. Von diesem Betrag gibt das Land Mecklenburg-Vorpommern zehn Millionen, die Stadt Rostock ebenfalls zehn Millionen und den Rest trägt der Verein selbst mit Einnahmen aus Vermarktungsrechten. Der Umbau wird 2001abgeschlossen sein, und danach wird sich die Kapazität von 24.500 auf 30.000 überdachten Sitzplätzen erhöht haben. Mit meiner Diplomarbeit möchte ich zeigen, wie der Neubau eines WM-tauglichen Stadions in Rostock hätte aussehen können.

Zielstellung des Entwurfes "Ostseearena"
Die Arena soll in einem vernachlässigten Areal in Rostock entstehen und nach dem Vorbild des Pariser WM-Stadion "Stade de France" zu einer Aufwertung dieses Gebietes beitragen. Die Pariser Arena steht in dem Vorort St. Denis, einem mit sozialen Konflikten belastetem Gebiet, und soll dazu beitragen, die Attraktivität dieses Viertel zu heben. Das Stadion selbst ist keine reine Fussballarena, alle Sitzplätze sind überdacht und es hat bei Fussballspielen ein Fassungsvermögen von ca. 80.000 Besuchern.

Die "Ostseearena" soll nach FIFA Richtlinien für WM-Stadien gebaut werden, wobei die Mindestkapazität 40.000 Plätze (alles Sitzplätze) beträgt. Die Sicht auf das Spielfeld sollte von allen Plätzen uneingeschränkt möglich sein, was Stützen und Zäune im Innenraum ausschließt. Alle Sitzplätze sollen überdacht, das Dach zufahrbar und Spielfeld herausfahrbar sein, um die Arena uneingeschränkt anderen Nutzungen zugänglich zu machen. Sie soll den anfangs beschriebenen Eindruck einer nicht einzunehmenden Festung vermitteln und dem Begriff "Arena" gerecht werden, sowie vom öffentlichen und individuellen Verkehr gut erschlossen werden können. Dieses kann das alterwürdige Ostseestadion, mit seiner Lage nahe dem Stadtzentrum, besonders in Bezug auf den Individualverkehr nicht leisten, wobei gerade die Erschließung durch den Individualverkehr wichtig ist, da der FCH als Einzugsgebiet für seine Fans alle ostdeutschen Bundesländer hat.