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2, 2005

Braunschweig, TU

Living Brigde - Kulturbrücke in Görlitz - Zgorzelec

von Tim Unnebrink

Hochschule:

Braunschweig, TU

Präsentation:

Februar 2005

Lehrstuhl:

Prof. G. Wagner

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Der Entwurf wurde zum großen Teil in Arbeitsmodellen 1-500 und 1-200 entwickelt. Modellfotos wurden mit Photoshop bearbeitet und in reale Umgebungsfotos eingepasst. Pläne sind mit Nemetschek Allplan und Autocad bearbeitet und später mit Adobe Indesign und Illustrator gelayoutet.

Grenzen, Grenzgänge, Grenzerfahrungen sowie ihr Abbau bestimmen die gegenwärtige Situation in der sich die partnerschaftlich verbundenen Städte Görlitz und Zgorzelec befinden. Unterschiedlichen Stimmungen und Atmosphären in beiden Städten sind zu spüren.
Da die Stadtzentren von Görlitz und Zgorzelec räumlich gegeneinander verschoben sind, ist das ideelle Verbinden der Stadtkerne von größter Wichtigkeit. Die Flussregion wird als neues kulturelles, gemeinsames Zentrum ausgebildet, zu dem sich beide Seiten hinwenden. Die gemeinsame Kultur vernäht beide Städte in Nord-Süd Richtung miteinander über die Neisse hinweg.

In dieses neue Zentrum des Neisseufers situiert sich das Begegnungszentrum. Als Bestandteil des Brückenparks ordnet es sich keiner Seite vollständig zu. Es setzt lediglich einen Schwerpunkt, der auf östlicher Seite liegt. Es befindet sich an einem Knotenpunkt verschiedener Atmosphären und legt sich vor den Platz der ehemaligen polnischen Grenzanlagen, bzw. auf sowie unter die Brücke, um mit diesen zu einer untrennbaren Einheit zu verschmelzen.
Das Begegnungszentrum soll vor allem einladend wirken und sich den Menschen in einer offenen, transparenten und vermittelnden Haltung präsentieren. Es soll das Spiegelbild der Menschen sein, die sich in ihm begegnen, andererseits auch des Orts, an dem es sich befindet. Dadurch entsteht eine gebaute Landschaft, die sich ihrem Charakter nach nicht aufdringlich verhält. In einer fließenden Bewegung bildet der Platz in verschiedenen Niveauabstufungen den Sockel des Gebäudes aus. Aus dem Landschaftsraum klappen sich die Ebenen auf, die den Sockel überlagern. Eine horizontale, liegende Struktur entsteht. Diese Struktur von Betonebenen schafft eine Durchlässigkeit und Transparenz des Begegnungszentrums. Der Raum dazwischen bildet die einzelnen Funktionen aus, die mit Wänden und Lammellen voneinander abgegrenzt werden. In einigen Bereichen hat man gezielte Ausblicke in eine Richtung, in anderen vermischen sich die Eindrücke. An jedem Standpunkt hat man einen sehr intensiven Außenbezug. Durch Verschränkung der Funktionen gegeneinander und durch Fassadenvor- und Rücksprünge lassen sich die einzelnen Funktionsbereiche gegeneinander abtrennen, so dass sich das Gebäude als ein vielfältiger Hybrid aus Ebenen und Körpern darstellt.