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1, 2005

Weimar, Bauhaus-Universität

Konferenz-Zentrum Stadtwerke Erfurt

von Gunnar Jung

Hochschule:

Weimar, Bauhaus-Universität

Präsentation:

September 2004

Lehrstuhl:

Entwerfen und Architekturtheorie, Prof. Gerd Zimmermann

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Vier Monate Bearbeitungszeit. Umfang/Bearbeitung: Zeichnungen und Rendering: Bentley Microstation Pläne und Druck: Illustrator, Photoshop, Acrobat 14 Pläne A0 M1:75, 4 Grundrisse, 4 Schnitte, 4, Ansichten, Lageplan, Analyse Broschüre 40 seitig - Zusammenfassung der Texte, Pläne, Fotos und Bilder: InDesign Modelle: M1:333 (Linde) und M1:50 (Linde, Kunststoff gefräßt)

Der Entwurf für das Konferenz-Zentrum der Stadtwerke Erfurt vereint zahlreiche architektonische und städtische Aspekte. Nicht nur waren die Wünsche der Stadtwerke für das Gebäude vielschichtig, insbesondere das Grundstück, seine besondere Lage und seine historischen, denkmalgeschützten Elemente verlangten nach einer komplexen, flexiblen Lösung und exklusiven Architektur für den Neubau.
Die Gebäude-Gestalt entwickelt sich aus der Idee eines durchlaufenden Bandes, welches nach bestimmten Regeln knickt, in fünf Segmente zerschnitten und letztlich zu einem einzigen, die Elemente des Konferenz-Zentrums umschreibenden Band zusammengefügt wird. Es entstehen oberirdische Baukörper für Besprechungs-Räume, Licht-Öffnungen und Fahrstuhl, die zum einen als einzelne Elemente wahrgenommen werden. Sie komplettieren die denkmalgeschützten Elemente, Schornstein und Fassade. Zum anderen entsteht eine Landschaft aus den neuen Bauelementen, den rot und gelb verklinkerten historischen Elementen und dem alles verbindenden Beton-Band.

Im oberirdischen Bereich wurde der Beton mit einer Aluminium-Haut versehen, die auf einer Schicht von schwarzem Foamglas befestigt wird. Das Foamglas ist Dämmung und gleichzeitige Gebäude-Dichtung. So wurde es möglich, dem Entwurfs-Gedanken zu folgen und an den Schnittkanten des Bandes auch die drei Lagen, Beton, Foamglas und Aluminium in Schichten zu zeigen. In der matt-glänzenden Aluminium-Haut reflektieren und mischen sich die Farben des neuen und des historischen Klinkermauerwerks.
Der Konferenz-Saal befindet sich unterirdisch. Er kann komplett umlaufen werden und das ermöglicht es, auch während laufender Veranstaltungen alle Räume des Gebäudes uneingeschränkt nutzen zu können.

Thesen (Auszug):
Der Neubau bildet Landschaft im Stadtraum und vermittelt durch Schichtung von Gebäude-Elementen zwischen dem Dienstleistungs-Zentrum und der Umgebung.
Die versetzte Anordnung der oberirdischen Elemente gibt dem Konferenz-Zentrum Dynamik.
Das auf den Schornstein zulaufende mittlere Bandsegment integriert den Turm in den Entwurf und fügt ihn harmonisch in das Gesamtgebäude ein.
Das Band hält die einzelnen Bauvolumen zusammen und integriert die historischen Elemente in den Neubau des Konferenz-Zentrums.
Die zum Osten introvertierte Erscheinung des Konferenz-Zentrums erfährt in nordwestlicher Richtung eine fast vollständige Auflösung.