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3, 2000

Siegen, Uni

Industriemuseum in Siegen-Weidenau

von Dirk Laggner

Hochschule:

Siegen, Uni

Präsentation:

März 2000

Lehrstuhl:

Prof. Kiessling und Prof. Bohne

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Allplan FT15 Photoshop 5 Corel Draw 8 Power Point Ulead MediaStudio Pro 5.0 CAD-Grundlage war Allplan. Mit Photoshop wurden die Photos und die gerenderten Bilder nachbearbeitet. Das ganze wurde in Corel Draw zusammengefügt, beschriftet und geplottet. Die Videos wurden mit Ulead Media Studio bearbeitet. Zur Präsentation der Diplomarbeit kam Power Point zum Einsatz.

Es gibt derzeit im Siegerland keine umfassende Dokumentation der industriellen Geschichte dieser Region, wohl aber Bestrebungen, eine solche zusammenzustellen und einen angemessenen Ausstellungsort zu finden. So entstand die Aufgabenstellung zu dieser Arbeit, der Entwurf eines Industriemuseums auf dem alten Industriegelände der Firma Breitenbach in Siegen-Weidenau.
Das Grundstück ist sehr groß, so dass neben dem Museum das Gelände auch noch mit anderen Funktionen aktiviert werden sollte. Nun liegt es aber etwas abseits, getrennt durch die Bahnstrecke; zu unattraktiv für weitere Nutzungen. Die belebten, attraktiven Bereiche sind beim Einkaufszentrum und beim Bahnhof, also musste eine Verbindung geschaffen werden. Deshalb ist ein Teil des Museums als Brücke ausgebildet, welche über die "Breite Straße" und die Schienen bis zum Bahnhof verläuft. Und als weitere Anbindung existiert eine zweite Brücke über die "Weidenauer Straße" und die Sieg bis zum Weidenauzentrum. Durch diese Anbindung ist auf dem Gelände die Grundlage für weitere Nutzungen geschaffen. Von kulturellem Angebot über Geschäfte bis zum Wohnen.

In der "Einkaufs-Brücke" befinden sich Geschäfte, das vorhandene Einkaufszentrum wird dadurch erweitert und gewinnt an Attraktivität. Von dort geht man bis zum Bahnhof. Hier befindet sich ein Wartebereich für den Bahnhof, da der vorhandene diesen nicht bietet. Weiter geht es über die Fußgängerbrücke bis zum Breitenbach-Gelände. Über die Fußgängerbrücke erreicht man auch den Eingang des Museums, hier befinden sich Kasse, Garderobe, Toiletten und der Ausstellungsbereich "Stahlbau". Über den Steg erreicht man den "Kubus" mit Bibliothek, Vortragsräumen und der Ausstellung "Metallverarbeitung" in den untersten zwei Geschossen. Vom EG des "Kubus" kommt man in die "Grube", den Ausstellungsbereich im Freien, und von dort in den Bereich "Unter Tage" mit Glaskuppeln, wo das Thema Bergbau zu finden ist.
Die Gebäudekühlung und -heizung erfolgt über Betonkernaktivierung. Die Luft im Gebäude erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung und interne Lasten, sie gibt diese Warme an die massiven Betonteile (Wände, Boden, Decke) ab, in diese sind Rohrregister eingelegt, welche von Wasser durchströmt werden. Das Wasser nimmt die Wärme auf und transportiert sie zu den Massivabsorbern. Die Massivabsorber im Außenbereich, z.B. Betonmauer und Bodenplatte der Grube, nehmen die Wärme auf. Sie kühlen sich ab durch die nächtliche Abstrahlung und die konstante Temperatur des Erdreichs. Das abgekühlte Wasser läuft zurück zum Gebäude und kühlt dort wieder Wände, Decken und Böden. Dieses System bezieht die benötigte Energie aus der Umwelt und arbeitet dadurch ökologisch und kostengünstig.