1, 2008

Potsdam, FH

Friedhof auf dem Teufelsberg, Berlin

von Caspar Anton Teichgräber

Hochschule:

Potsdam, FH

Präsentation:

Juli 2007

Lehrstuhl:

Prof. Edward Dolk

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Die Arbeit gliederte sich in die Analyse des Ortes, dem Teufelsberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Areal ab 1950 als Deponie für Trümmerschutt aus dem zerstörten Berlin genutzt. Schutt von über 400.000 Häusern wurde hier abgeladen. Nach Bodenanalysen versucht der Entwurf auf dieses unnatürliche Umfeld entsprechend zu reagieren und einzugehen. Modellbau: Gips, Beton ArchiCAD 10.0, Adobe Photoshop CS, Adobe InDesign CS

Der Teufelsberg
Der Teufelsberg ist mit 115 Metern über Normalnull die zweithöchste Erhebung im Stadtgebiet von Berlin.
Er ist allerdings keine natürliche Erhebung sondern erst nach dem 2. Weltkrieg als Trümmerberg entstanden. Schutt von über 400.000 Häusern wurde hier abgeladen.

Der Entwurf
Eingegraben in eine Senke zwischen Hochplateau des Teufelsberges und seiner Flanke im Südosten liegt der Friedhof und steigt mit dem Gelände stetig an. Er liegt hier geschützt durch die Topographie und die Vegetation des Berges. Nach links und rechts aufsteigendes Terrain birgt das Areal und im Norden ragt der angrenzende Drachenberg empor und begrenzt den Horizont.
Gebaute, in den Berg gegrabene Mauern und Wege definieren einzelne Felder. Hier, zwischen altem und neuem Baumbestand, liegen die eigentlichen Gräber in loser Ordnung und kleiner Zahl beieinander.
Die Deckung des Trümmerberges mit sandigem Boden beträgt zum Teil nur wenige Zentimeter. Aus diesem Grund war es wichtig ein Umfeld zu schaffen, in dem neuer Mutterboden hoch genug aufgetragen bzw. integriert werden kann, um eine sachgemäße Grabaushebung zu gewährleisten. Neben den pragmatischen Gesichtspunkten dieses Vorgehens schafft man so eine Abgrenzung zu dem gegebenen Untergrund des Berges, um eine würdevolle Totenruhe zu ermöglichen.
Der Entwurf spielt mit gebautem Raum in einem städtebaulichen Ansatz. Die Massen der einzelnen Felder, definiert durch die Wege, produzieren wiederum neue Wege in einem sich stetig ändernden Zusammenhang. Diese gebaute Umwelt schafft verschiedenste Räume zum Verweilen und korrespondiert mit dem gebauten Umfeld, dem Teufelsberg.