Platz 2

3, 2001

Kaiserslautern, FH

Entwurf für einen Heilstollen

von Simona Buchholz

Hochschule:

Kaiserslautern, FH

Präsentation:

April 2001

Lehrstuhl:

Prof. Lechner, Prof. Kergassner

Rubrik:

Gesundheitsbauten

Software:

Die Arbeit wurde komplett mit dem PC erstellt. Verwendet wurden: CAD: Nemetschek, Allplan; Visualisierung: Nemetschek, Allplan

Die Therapieeinrichtungen der Speläotherapie, einer relativ jungen Therapieform, wurden architektonisch bisher noch nie bearbeitet.
Ziel meiner Diplomarbeit ist es, einen Stolleninnenraum zu entwerfen, der zum Verweilen animiert und für den Heilungsprozess förderlich ist. Es sollen interessante, wechselnde Raumstimmungen erzeugt werden, die den Patienten die lange Therapiezeit vergessen lassen. Zu diesem Zweck wird direktes Sonnenlicht in den Raum eingespeist. Die Kombination von unterirdischem Stollen und natürlichem Sonnenlicht soll den Betrachter überraschen, fesseln und zum Nachdenken anregen.
Die Beleuchtung des Stollens ist neben dem Entwurf ein wichtiger Teil meiner Diplomarbeit. Diesen theoretischen Teil fertigte ich im Büro für Lichttechnik "Bartenbach Lichtlabor" an. Das "Bartenbach Lichtlabor" entwickelte mit 4 weiteren europäischen Partnerfirmen eine neue Beleuchtungsanlage zur Belichtung unterirdischer Räume mit direktem Sonnenlicht.

Neben der Beschreibung der Anlage, verschiedenen Messungen im Versuchsraum und Überlegungen über den zukünftigen Einsatz der Anlage in der Architektur, beschäftigte ich mich vor allem mit der Lichtwirkung im Versuchsraum. Eine kleine psychologische Untersuchung mittels Fragebogen und unabhängigen Testpersonen gibt Aufschluss darüber, ob das eingespeiste Sonnenlicht ohne Außenbezug als natürliches Licht wahrgenommen wird. Für eine signifikante Aussage war die Anzahl der Testpersonen zu gering, doch schätzen die Versuchspersonen mit natürlichem Licht ihr Wohlbefinden eindeutig höher ein, als die Kunstlichttestpersonen.
Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass der Einsatz von Sonnenlicht in dem Heilstollen ebenfalls das Wohlbefinden steigert, und vielleicht sogar den Heilungsprozess fördert.