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2, 2006

Innsbruck, Uni

ENM (Estonian National Museum)

Ideenwettbwerb in Tartu/Estland

von Florian Perotti

Hochschule:

Innsbruck, Uni

Präsentation:

April 2006

Lehrstuhl:

Institut für Experimentelle Architektur /Studio3, Prof. Volker Giencke, Volker Miklautz

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Am Anfang stand eine Grundlagenforschung der Geschichte, Kultur und Kunst des Baltikums, Estlands, der Stadt Tartu, des Wettbewerbsgeländes und des Museumsbaues an. Nachdem dieses Museum ein Zentrum für die estnische Kultur sowie die finno-ugrische Kunst darstellen und einen lokalen Bezug zur Stadt Tartu haben sollte, wurden Sichtbeziehungen aufgebaut. 1 Sichtbeziehungsleier: Achse finno-ugrische Länder zu Estland 2 Sichtbeziehungslayer: Achse estnische Regionen (Kreise) zu Tartu 3 Sichtbeziehungslayer: Markante Sehenswürdigkeiten der Stadt Tartu zu dem Wettbewerbsgelände Aufgrund der Überlagerung dieser drei Sichtbeziehungslayer konnte ich einen genauen Standpunkt für das Museum auf dem Wettbewerbsgelände ermitteln.

Das Wettbewerbsgelände des estnischen Nationalmuseums befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofs Raadi am nördlichen Stadtrand der zweit größten estnischen Stadt Tartu.
Das Herrenhaus wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, ebenso wie die Parkanlage, welche von Joseph Peter Lennè gestaltet wurden.

Das estnische Nationalmuseum (enm) wurde 1909 mit der Absicht eine allumfassende Sammlung von estnischem Kulturerbe entstehen zu lassen und als Symbol für die estnische Nation gegründet.
Zwischen 1922 und 1944 diente das Gut Raadi mit seinen Gebäuden als Museum.
1944 brannte es ab und wurde seither von der sowjetischen Armee genützt. Auf dem Gelände des Guts wurde ein Militärflughafen angelegt und war bis 1993 militärisches Sperrgebiet für die estnische Bevölkerung. Heute ist das Gut Raadi wieder im Besitz des estnischen Nationalmuseums, das sich um den Aufbau der Anlage bemüht und den Park für Open-Air Veranstaltungen nutzen möchte. Es wurde ein Wettbewerb über ein Museum ausgeschrieben, das die Vitalität der nationalen Folklore und Kultur symbolisiert, zugleich ein Zentrum für die finno-ugrische Kultur ist und national wie international einen lebendigen Treffpunkt und Veranstaltungsort darstellt.