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1, 2004

Stuttgart, Uni

Eisiges Forschen - Polarstation in der Antarktis

von Cathrin Schaal, Thilo Nüßgen

Hochschule:

Stuttgart, Uni

Präsentation:

Mai 2003

Lehrstuhl:

ILEK, Prof. Werner Sobek

Rubrik:

Experimentelle Entwürfe

Software:

Verwendete Computerprogramme: Rhino, FormZ, VectorWorks, Photoshop, Illustrator Modell: CNC-gefräste Negativform mit Glasfaser auslaminiert

Gemeinsam mit der Stiftung ‘Alfred Wegener Institut für Meeres- und Polarforschung’ in Bremerhaven soll eine neue Antarktis-Forschungsstation entwickelt und entworfen werden.
Bei der Bearbeitung stand neben der Erhöhung des Wohnwerts und einer neuen Bewertung der Arbeits- und Aufenthaltsqualitäten die vollständige Rückbaubarkeit der Station im Vordergrund.
Es wurde, dem extremen Ort entsprechend, eine völlig neue Atmosphäre geschaffen, die den Menschen ‘an Bord’ für 6 bis 13 Monate eine neue Heimat werden soll.

Die Station, aufgeteilt in verschiedene Kapseln, gründet auf einer mit der Oberfläche wachsenden Eisstütze und lässt so, nach ihrem Abbau, keinerlei versunkene Bauteile zurück. Ihre aerodynamische Form, insbesondere der Schneefang (Trichter im Dach), ermöglicht die Nutzung des anwehenden Schnees.
Sie profitiert dabei von den extremen Windgeschwindigkeiten, bietet dem bis zu -50°C kalten Außenklima möglichst wenig Angriffsfläche und lässt der Gesamtstation auf fließendem Grund genügend Bewegungsfreiheit.
Die Aufteilung in addierbare Kapseln ermöglicht flexible Nutzungen, beispielsweise auch als Gästehaus, und das ’Herunterfahren’ einzelner Teile während des polaren Winters.
Diese neu entwickelte Bauform geht konstruktiv mit den widrigen Bedingungen der Antarktis um, die den täglich 50 Zentimeter wandernden Bauplatz jedes Jahr neu mit einem Meter Driftschnee bedecken.