Platz 2
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2, 2006

Stuttgart, Uni

Club für Jazz in Dubai

von Anke Obenland

Hochschule:

Stuttgart, Uni

Präsentation:

Mai 2006

Lehrstuhl:

Institut für Grundlagen moderner Architektur, Prof. Gerd de Bruyn

Rubrik:

Kulturbauten

Software:

Formale Merkmale werden im Modellbau umgesetzt, Zeichnungen in AutoCAD erstellt, mit Photoshop, Corel Draw und per Hand grafisch bearbeitet.

Die Diplomarbeit stellt den Versuch dar, Architektur einmal aus anderen Parametern als der umgebenden Bebauung, einem vorgegebenen Raumprogramm, Quadratmeterzahl etc. zu entwickeln.
Die zahlreichen formalen und inhaltlichen Elemente der Jazzmusik bieten vielfältige Anreize für architektonische Auseinandersetzungen.
Aus der eingehenden Analyse der Geschichte, der Elemente und der Protagonisten dieser vielschichtigen Musik resultierte bald die Idee, nicht nur Architektur aus Jazz zu entwicklen, sondern gleichzeitig auch Architektur für Jazz, also einen Ort, an dem diese Musik auf verschiedene Arten (große/kleine Konzerte, Jamsessions..) vor Publikum gespielt wird.

Dieser Ort soll sich in Dubai befinden, einer der am schnellsten wachsenden, kosmopolitischsten und architektonisch unkonventionellsten Städte zur Zeit. Da Jazz wie keine andere Musikform in der Lage ist, verschiedenste Einflüsse aufzunehmen und diese mit Tradtitionellem zu etwas Neuem zu verbinden, bietet sich Dubai als neuer Ort für Jazz an.
Um mit der umgebenden Architektur nicht in Konkurrenz treten zu müssen, zieht sich der Club unter die Erde zurück. Mitten in einem paradiesisch anmutenden Garten, an den Seiten einer mit Lichtspielen versehenen Wasserfläche, befinden sich zwei Aufzüge, die den Besucher mit sich in die „Unterwelt“ hinabziehen. Bei Betreten des Clubs eröffnet sich dem Besucher ein Gebilde aus Ebenen und Treppen, das zur Erschließung und zum Aufenthalt dient. Bestimmendes Element des Clubs ist die umlaufende Wand, die durch Vor- und Rücksprünge alle Funktionen (Bars, Sitzgelegenheiten, Abstellmöglichkeiten, Schallschutz, Wasserspiele etc.) beherbergt. Es gibt keine weitere Möblierung. Von der Decke wächst das Spiegelbild der Lichtspiele der oberen Wasserfläche in den Raum und bildet die Hauptlichtquelle.